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Rennabbruch hatte für Marcel Schrötter nur Nachteile

Im Samstagsrennen der Supersport-WM in Most gelang Marcel Schrötter nach bisher fünf Podestplätzen und vier vierten Rängen mit Position 6 ein vermeintlich durchschnittliches Ergebnis. Dennoch war es das Maximum.

Im Artikel erwähnt

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Vom 13. Startplatz darf man sich über einen sechsten Platz am Ende wohl nicht beschweren. So geschehen bei Marcel Schrötter im Supersport-Rennen am Samstag in Most. Vielleicht wäre mehr drin gewesen, doch nach einem Rennabbruch sowie dem Restart standen ihm dazu nur zwölf statt 19 Runden zur Verfügung.

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Beim ersten Versuch kam es zu einem Ping-Pong im ersten Nadelöhr. Schlimmer wog der Einzelsturz von Lucas Mahias ausgangs Kurve 2, weil aus dem Tank seiner Puccetti-Kawasaki literweise Benzin austrat. Somit wurde das Rennen abgebrochen und neu gestartet. Dabei wurde das Rennen um satte sieben Runden kastriert, sodass Positionsverbesserungen in noch kürzer Zeit zu bewerkstelligen waren.

Diese Aufgabe löste Schrötter mit Bravour, zumal er in der ersten Runde nur eine Position gegenüber seinem Startplatz gutmachen konnte. Danach schob sich der Bayer mit seiner MV Agusta F3 800 RR des Teams MV Agusta Reparto Corse sukzessive nach vorn.

Von der breitgefächerten Gruppe des vorderen Mittelfelds gab es kein Entkommen, und einen Tick weiter vorn war der Zug ohnehin abgefahren. Der 30-Jährige tat das ihm maximal Mögliche, was gleichbedeutend mit Rang 6 war. "Im Großen und Ganzen müssen wir zufrieden sein. Vor allem, weil ich unseren wichtigsten Konkurrenten (Federico Caricasulo – der Autor) hinter mir lassen konnte", zog er Bilanz. "Wichtig war auch, dass ich vom 13. Startplatz aus zweimal gut durch die erste Schikane gekommen bin. Beim ersten Start hat man gesehen, wie kritisch diese Stelle sein kann."

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Während der Rennabbruch und der Restart zum Beispiel allen in Kurve 1 Gestrauchelten in die Karten spielte, war die Unterbrechung für Schrötter nachteilig. "Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn mir der Restart erspart geblieben wäre, denn ich war schon bis auf Platz 6 vorgefahren und das Feld war etwas zersplittert, mit einigen starken Gegnern weiter hinten. Aber auch der Restart ist mir ganz gut gelungen, auch wenn er am Ende nicht ganz so optimal war, weil in der ersten Kurve alles gut ging. So musste ich mich Stück für Stück nach vorne arbeiten, was kein Kinderspiel war. Ich denke, ich habe das Maximum herausgeholt. Die Gruppe vor uns war einen Tick zu weit weg."

Also fiel auch sein Gesamtfazit überwiegend positiv aus: "Ich bin insgesamt zufrieden mit meiner Leistung, auch wenn es nicht für das Podium gereicht hat, wo wir eigentlich hingehören und immer hinwollen. Aber dafür hat es im Qualifying nicht ganz gereicht. Dennoch ist der sechste Platz respektabel, denn unser wichtigster Konkurrent kam mit großem Abstand hinter uns ins Ziel."

Für den klassischen Rennsonntag schob der Süddeutsche eine Kampfansage hinterher: "Hoffentlich können wir noch die eine oder andere Sache am Motorrad verbessern, dann fühle ich mich zu 100 Prozent wohl. In bestimmten Abschnitten fehlt mir noch ein wenig das Vertrauen. Insofern werden wir im Warm-up sicher noch etwas ausprobieren und dann sehen wir, dass wir am Nachmittag ein ähnlich gutes Rennen fahren können. Vielleicht können wir uns sogar noch ein bisschen steigern. Wenn wir aus so einer schwierigen Ausgangsposition zwei solide Rennergebnisse holen, dann können wir mit gutem Gewissen in die Sommerpause gehen und uns gut auf das letzte Drittel der Saison vorbereiten."

Seinen dritten Platz in der Weltmeisterschaft hat Schrötter mit diesem Ergebnis gefestigt.

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