Schrötter ringt mit der MV – und ist trotzdem stark
Um 0,611 sec verpasste Marcel Schrötter aus dem Team MV Agusta Reparto Corse im ersten Rennen der Supersport-WM in Misano das Podium. In der Gesamtwertung fiel er deswegen auf Platz 3 zurück.
Noch fehlen viele Unterschriften auf den Verträgen für 2027. Und doch lässt sich ein konkretes Bild der Königsklasse im Jahr 1 mit 850 ccm zeichnen. Etliche Transfers von Topfahrern gelten als sicher.
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Ducati-Aushängeschild Nicolo Bulega präsentiert sich in Misano in einer Form, dass die Gegner nur staunen können. Mit 0,617 sec Vorsprung (!) eroberte er die Pole-Position. Im Rennen übernahm er in der zweiten Runde die Führung und gab sie nicht mehr ab. Um Platz 2 stritten Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha), Federico Caricasulo (Althea Ducati) und Marcel Schrötter (MV Agusta), die in dieser Reihenfolge ins Ziel kamen. Weil Manzi sieben Punkte mehr holte als Schrötter, konnte er diesen in der Gesamtwertung vom zweiten auf den dritten Platz verdrängen.
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"Mit dem vierten Platz in der Startaufstellung haben wir das Blatt nach einem bisher schwierigen Wochenende ein wenig gewendet", erzählte Schrötter. "Die Superpole war okay, wenn man bedenkt, wie ich mich mit dem Motorrad fühle und damit auf dieser Strecke zurechtkomme. Im Rennen hatte ich eine meiner besten Startphasen in diesem Jahr. Doch schnell zeigte sich, dass meine Pace nicht unbedingt stark ist oder zu viele kleine Fahrfehler passieren, weil das Motorrad nicht so reagiert, wie ich es will. In manchen Abschnitten ist es schwer zu beherrschen. Dann wird es schier unmöglich, über 18 Runden fehlerfrei zu bleiben, wenn man versucht, einem Bulega zu folgen, der von Haus aus eine halbe Sekunde schneller ist als der Rest. Als ich von Manzi und Caricasulo überholt wurde, stabilisierte sich meine Pace ein wenig und ich hatte das Gefühl, dass ich schneller fahren oder zumindest an sie herankommen könnte." Der 30-Jährige weiter: "Es waren nicht nur die Fahrfehler, die mich geplagt haben, sondern es gibt hier auch zwei oder drei Kurven, in denen das Motorrad nicht schön zu fahren ist. Hoffentlich finden wir für Sonntag etwas, das uns konkurrenzfähiger macht. Denn wie wir gesehen haben, können wir um den zweiten Platz kämpfen, das muss jetzt das Ziel sein. Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht, dass die beiden Konkurrenten, die auch meine direkten Gegner in der Meisterschaft sind, vor mir ins Ziel gekommen sind. Abgesehen davon denke ich, dass wir nach einem nicht einfachen Start ins Wochenende im ersten Rennen doch recht gut abgeschnitten haben. Es ist nur zu gut bekannt, dass die Italiener auf dieser Strecke, auf der sie oft trainieren, besonders stark sind. So gesehen haben wir uns bisher ganz gut geschlagen. Mal sehen, ob wir noch einen draufsetzen können."
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