WM-Rookie Oliver Bayliss blieb in Aragón ohne Punkte
Im Ducati-Team Barni Racing absolviert Oli Bayliss seine erste volle Saison in der Supersport-WM. Beim Sohn von Superbike-Legende machen sie die wenigen Tests in Europa bemerkbar.
Die Rückkehr des Namens Bayliss in das Paddock der seriennahen Weltmeisterschaft wurde bei Superbike-Fans begeistert aufgenommen, zumal Oli wie früher sein Vater Troy eine Ducati pilotiert. Nun muss der 18-Jährige noch beweisen, dass er aus demselben Holz geschnitzt ist.
Dass er Motorräder schnell am Limit bewegen kann, bewies der Teenager bereits in Australien. 2021, als er mit der Ducati V4R in der Superbike-Kategorie debütierte, fuhr er gegen etablierte Konkurrenten einen Laufsieg ein und beendete die Saison als guter Fünfter. Daraufhin wurde der Wechsel nach Europa entschieden.
Hier stößt Oli auf dieselben Schwierigkeiten, wie alle Piloten aus Übersee. Die andere Lebensweise, neue Eindrücke, unbekannte Rennstrecken und neue Gegner. Dass er den Winter in Australien verbrachte und erst Mitte Februar beim Portimão-Test auf sein Team stieß, war im Nachhinein nicht der beste Plan: Oli stürzte nach nur neun Runden und verbrachte vor dem Saisonauftakt in Aragón nur jeweils zwei Tage in Misano und Aragón auf der Ducati 955 V2.
Dass er sich nur für Startplatz 26 qualifizierte und in den Rennen die verhaltenen Positionen 21 und 19 erreichte, war dennoch für manche Beobachter überraschend.
"Wir geben unser Bestes, sind uns aber bewusst, dass es ein langer Weg ist, um in den Spitzenpositionen wettbewerbsfähig zu sein", hielt der Ducati-Pilot fest. "Dafür, dass es mein erstes Rennen ist, kann ich glücklich sein. Wir hatten im Qualifying einige Schwierigkeiten und es ist nicht einfach, von hinten zu starten, besonders wenn man keine Erfahrung hat. Immerhin habe ich es geschafft, ein paar Positionen gutzumachen."
Der Ducati-Pilot weiter: "Insgesamt war es ein gutes erstes Wochenende. Das Team und ich haben hart gearbeitet, uns jede Sitzung verbessert, wichtige Informationen gesammelt und Fortschritte erzielt. Es war die erste Schulstunde, in der ich viel gelernt habe. Wir können besser werden und um die wichtigen Positionen kämpfen. Ich denke schon an das nächste Rennwochenende in Assen. Auch diese Strecke wird neu für mich sein."
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