Suzuki Deutschland senkt 2026 die Preise. Kein Zufall: Auf den 1. April stieg Daniel Schnell vom stellvertretenden Geschäftsführer zum Managing Director auf. Er setzt eine europaweite Offensive um.
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Die Zielvorgabe des neuen Geschäftsführers Daniel Schnell (50) ist ambitioniert: 10.000 verkaufte Motorräder pro Jahr und ein Marktanteil von mindestens fünf Prozent. Das käme fast einer Verdoppelung des Marktanteils gleich, ausgehend von rund 3500 verkauften Motorrädern 2025.
Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, senkt Suzuki Deutschland die Preise. Vor allem in der hart umkämpften Mittelklasse und bei den neuen Retro-Modellen setzt Suzuki den Rotstift an: Die Preise der GSX-8T (Retro) und der GSX-8TT (Scrambler) werden um rund 700 € bzw. 800 € gesenkt. Der Preis der als überteuert empfundenen DR-Z4-Modelle reduziert sich um 500 €. Gar spektakuläre 1800 € preisgünstiger wird das Touring-Modell GSX-S100GX.
Es handelt sich bei dieser Strategie nicht um einen Alleingang von Suzuki Deutschland, sondern um eine europaweite Preis-Offensive, um Marktanteile zurückzuerobern. Diese Preis-Offensive wird teilweise möglich durch einen tiefen Wechselkurs des japanischen Yen.
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„Unser Motorradportfolio ist so diversifiziert wie nie zuvor. Dank der anhaltenden Modelloffensive bedienen wir immer mehr Segmente“, sagt Schnell, neuer Managing Director der Suzuki Deutschland GmbH. „Pünktlich zur neuen Saison nehmen wir eine Neupositionierung vieler Suzuki Modelle vor, um der Entwicklung des kompetitiven deutschen Marktes Rechnung zu tragen. Diese angepasste Strategie stimmt uns optimistisch, dass wir gemeinsam mit unseren Händlern zügig unser Ziel von 10.000 verkauften Motorrädern pro Jahr und damit mindestens fünf Prozent Marktanteil erreichen können.“
Zum Schluss noch ein Blick in die Vergangenheit: 10.000 verkaufte Motorräder und fünf Prozent Marktanteil, das hat Suzuki in der Vergangenheit weit übertroffen. Unter der Leistung von Bert Poensgen, der 1979 bei Suzuki begann und 1983 Vertriebsleiter wurde, setzte die Marke auf ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Von 1992 bis `96 war Suzuki die meistverkaufte Marke in Deutschland, mit jährlich um die 30.000 verkauften Motorrädern und Marktanteilen von über 20 %. Hilfreich für diese Verkaufserfolge waren die Supersport-Modelle der GSX-R-Baureihe, die Bandit-Serie und die DR-Enduros, aber sicher auch das gekonnte Marketing Poensgens. Poensgen ging 2009 in den Ruhestand und verstarb 2017 kurz vor seinem 70. Geburtstag.
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