Toto Wolff über Russell (Mercedes): «George muss den Kopf freibekommen»
Kimi Antonelli hat in Monaco seine WM-Führung ausgebaut. Sein Mercedes-Teamkollege George Russell scheint vom Pech verfolgt. Teamchef Toto Wolff erklärt, was Russell jetzt dringend braucht.
Mit einem weiteren Antonelli-Sieg in der Tasche, aber einem an Lewis Hamilton verlorenen zweiten WM-Rang reist Mercedes von Monaco weiter nach Barcelona. Nach dem enttäuschenden 12. Platz im Fürstentum ist Silberpfeil-Pilot George Russell nur noch WM-Dritter. Kimi Antonelli baute mit einem dominanten Sieg dagegen seine WM-Führung aus, reist mit breiter Brust in Richtung Circuit de Catalunya. Gemischte Stimmung bei den Deutschen.
Wolff: Barcelona ist ein Prüfstand
Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt mit Blick auf das Rennen auf dem Circuit de Catalunya am Wochenende: «Barcelona ist eine traditionellere und daher repräsentativere Rennstrecke. Sie ist ein echter Prüfstand für die Autos. Nach zwei Sprint-Wochenenden und Monaco dürfte sie uns mit ihrer langen Geraden und einer Mischung aus schnellen, mittelschnellen und langsamen Kurven einen besseren Überblick über unsere Performance geben. Es wird das erste Wochenende sein, an dem wir unsere jüngsten Upgrades besser einschätzen können und sehen, wo wir im Vergleich zum Rest des Feldes stehen.»
Zuletzt waren in Miami und Montreal Sprintwochenenden gefahren worden, also mit nur einem freien Training. Letzte Woche stand dann Monaco im Kalender – die letzten Strecken, auf denen die Formel 1 unterwegs war, waren also semipermanente Kurse. Monaco ist außerdem so außergewöhnlich wie eine Rennstrecke nur sein kann. Der Circuit de Catalunya ist nun eine klassische Teststrecke, die einen guten Überblick übers Auto verschafft.
Wolff: «Wir müssen abwarten, wie sich das Auto verhält, ob die Performance vorhanden ist und ob wir sie abrufen können. Bis dahin sollten wir vorsichtig sein und nicht zu viele Schlussfolgerungen aus den letzten Rennen ziehen.»
Antonelli mit Selbstvertrauen
Wolffs Schützling Kimi Antonelli fuhr am vergangenen Wochenende zu seinem fünften Sieg in Serie. Wolff: «Kimi wird natürlich Selbstvertrauen aus Monaco mitnehmen, aber der Fokus muss darauf liegen, darauf aufzubauen und in Barcelona unsere Arbeit zu erledigen.»
Jubiläums-GP für Russell
Antonellis Teamkollege George Russell erwischte im Fürstentum dagegen wieder ein schwieriges Wochenende. Wolff: «Für George sind die letzten Rennen nicht nach Plan verlaufen, aber das gehört zum Rennsport dazu. Er ist mental sehr stark, wir wissen, welches Niveau er erreichen kann, und er hat das richtige Umfeld. Unser Ziel ist klar: Er muss den Kopf frei bekommen, sich auf das bevorstehende Wochenende konzentrieren und die Performance zeigen, zu der er fähig ist.» Für George Russell ist es sein 100. Grand Prix mit Mercedes.
Vesti im FP1 am Steuer
WM-Leader Kimi Antonelli muss im ersten freien Training am Freitag aussetzen: Mercedes-Reservefahrer Fred Vesti übernimmt seinen W17 für eine Session im Rahmen der verpflichtenden Rookie-Sessions.
Wolff: «Fred wird im ersten Training Kimis Auto fahren. Er war ein wichtiger Teil unserer Entwicklungsarbeit am W17 und hilft uns dabei zu verstehen, wie wir mehr aus dem Paket herausholen können. Diese Session ist für ihn eine gute Gelegenheit, die Arbeit im Simulator mit der Arbeit im echten Auto zu verbinden. Für uns ist sie eine gute Gelegenheit, um weitere nützliche Daten zu sammeln, während wir weiter an Verbesserungen arbeiten.»
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