Balaton-Torpedo Jorge Martin: Entschuldigung nach der Entschuldigung
Der Unfall nach dem Start zum Großen Preis von Ungarn, verursacht von Jorge Martin, sorgte für etliche hitzige Aussagen. Der MotoGP-Champion aus Spanien unterstrich erneut: «Es tut mir leid!»
Die heftige Start-Karambolage im Hauptrennen der MotoGP-WM am Balaton Park Circuit am Sonntagnachmittag dünnte das Feld der Favoriten gleich nach wenigen Metern deutlich aus. Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin hatte nach einem Wackler am Vorderrad auf der Innenspur sein Bike komplett außer Kontrolle verloren und mit seinem Sturz Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia), WM-Tabellenführer Marco Bezzecchi (Aprilia) und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) mit ins Aus befördert. VR46-Ducati-Mann Fabio Di Giannantonio lag ebenfalls auf der Außenbahn, konnte das Rennen fortsetzen und noch WM-Punkte holen.
Zunächst war in der Hitze des Gefechtes nur der sichtlich mitgenommene
Unmittelbar nach dem Crash hatte sich Martin nach dem Zustand der Kollegen erkundigt und sich auch intern bei seiner Crew entschuldigt. Dann ging es erst einmal zum Check-up ins Medical Centre. Währenddessen
Grund genug für Jorge Martin, um im Nachgang nochmals ein Statement in Richtung Fahrerlager abzugeben Der WM-Zweite entschuldigte sich für sein Manöver. Dabei wandte sich der Wahl-Andorraner auch direkt an die Piloten, mit denen er vor Ort nicht mehr gesprochen hatte. «Ich möchte mich bei all meinen Kollegen entschuldigen, die an dem Vorfall während der ersten Runde des Rennens beteiligt waren», so der Champion von 2024 ausrichten. «Ich habe die Kontrolle über das Motorrad verloren und das hat leider zu mehreren Stürzen geführt, die ich nicht mehr vermeiden konnte.»
«Das Wichtigste ist, dass wir alle Gott sei Dank in Ordnung sind. Es tut mir leid für die Konsequenzen, die diese Unfälle für euch, die Teams und die Rennen verursacht haben. Man möchte nie in derartige Vorfälle verwickelt sein. Ich möchte mich auch bedanken für die aufmunternden Nachrichten, für das Verständnis und den Respekt, den mir alle Leute entgegengebracht haben.»
Fakt ist: WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi hat durch das Aus im Ungarn-GP wichtige Punkte verloren – Weltmeister und Balaton-Doppelsieger Marc Marquez holte 30 Zähler auf. Mit jetzt 72 Zählern Rückstand erscheint eine Titelverteidigung nicht mehr unmöglich.
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