Lewis Hamilton (Ferrari) enthüllt: «Red Bull hat den kraftvollsten Motor!»
So ganz beiläufig hat Ferrari-Superstar Lewis Hamilton in Monaco erklärt, dass Red Bull derzeit den kraftvollsten Motor habe. «Dann kommt Mercedes, dann erst wir. Also dürfen wir mehr entwickeln.»
Zu den Überraschungen des turbulenten GP-Wochenendes gehört, was Lewis Hamilton da vor laufenden TV-Kameras ausgeplaudert hat.
Hamilton gegenüber Sky: «Es wurde bekannt, dass Red Bull den stärksten Motor hat, Mercedes an zweiter Stelle liegt und wir dann dahinter kommen. Wir können nun also diese Tokens einsetzen, um zu versuchen, den Rückstand aufzuholen.»
«Aber das ist ein acht- bis zehnmonatiges Projekt, daher nichts, was wir einfach so nächste Woche erledigen können. Wir werden so hart wie möglich daran arbeiten, um zu sehen, wie wir das aufholen können.»
Hintergrund: In der Formel 1 wird nach dem ADUO-Prinzip vorgegangen (additional development and upgrade opportunities). Die Möglichkeit für einen Hersteller, wegen Leistungsmangels nachzulegen, wurde 2017 eingeführt, als Honda eine ziemlich brustschwache Antriebseinheit auf die Bahn brachte.
Im Anschluss an den Kanada-GP sind die V6-Verbrenner von Mercedes, Red Bull Powertrains/Ford, Ferrari, Honda und Audi geprüft worden. Der leistungsstärkste Motor gilt als Richtwert, wer um mehr als 2% hinten liegt, darf eine Wertmarke (token) einsetzen, um zusätzlich zu entwickeln – dies in Form zusätzlicher Prüfstand-Stunden oder Zugeständnissen beim Kostendeckel. Wer um mehr als 4% hinten liegt, darf zwei Wertmarken einsetzen.
In Monaco kursierte: Mercedes liegt um mehr als zwei Prozent hinter Red Bull-Ford, Ferrari um mehr als vier Prozent hinter dem Leader. Audi und Honda folgen.
Für ADUO zieht die FIA lediglich den V6-Verbrenner in Bezug, nicht aber die elektrische Seite.
FIA-Technikchef Nikolas Tombazis hat zu ADUO festgehalten: «Wir sprechen hier eher von einem Entlastungsmechanismus für den Kostendeckel, bei dem ein Hersteller die Möglichkeit erhält, seinen Motor weiterzuentwickeln.»
«Aber ADUO ist keine Wunderwaffe und es ist auch nicht so, als würde die FIA jemandem, der zurückliegt, einfach so Bonuspunkte schenken. Es verschafft lediglich einen gewissen Spielraum, die Antriebseinheit innerhalb des Rahmens weiterzuentwickeln, den das technische Reglement vorgibt.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach






