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Hans Heyer im Renault 5: Hauptsache, es macht Spaß
Selbst den Jüngeren unter uns Motorsportfreaks ist der Name Hans Heyer geläufig. Der „Mann mit dem Hut“ war mit allem schnell, was auf vier – manchmal weniger oder auch mal mehr – Rädern rollt.
Im Artikel erwähnt

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Hans Heyer im Renault 5Hans Heyer im Renault 5Foto: Archiv Heyer
Hans Heyer im Renault 5© Archiv Heyer
Was ist dieser Hans Heyer nicht alles gefahren: Gokart, Turbo Capri, Porsche 935, Jaguar, ja selbst Renn-LKW. Aber schauen wir mal auf seine Einsätze im Kleinwagen. Denn nach dem Abschluss seiner langen Karriere – einschließlich massenweise Siegen und Titeln – juckte es ihn, auch mal im Renault 5-Pokal mitzumischen. Hauptsache, es macht Spaß.
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1982 gab Heyer sein erstes Gastspiel im Renault 5-Pokal, der damals mit dem für Autos dieser Klasse bärenstarken Turbo mit über 200 PS ausgetragen wurde. Hans schaute sich das Auto genau an und fand prompt – um es elegant auszudrücken – die eine und andere Maßnahme zur Optimierung. Was ging da mit dem Dampf-Rad? Übelmeinende streuten gar das Gerücht eines natürlich verbotenen Dampfrads zur Regulierung des Turbo-Ladedrucks, so etwas wurde freilich nie gefunden. Völlig überraschend konstatierte Heyer: „Bald konnte ich Kreise um die Anderen fahren. Ich startete in Hockenheim von ganz weit hinten. Aber auf den Geraden ging ich wie nix an einem nach dem anderen vorbei. Irgendwann war ich Dritter, der Zweitplatzierte 150 Meter vor mir. Da waren es noch sechs oder sieben Runden bis ins Ziel. Ich denke noch, da vorn kommst du ja nie mehr hin.“
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Dann ist er in der Schikane zwei Mal geradeaus gefahren und schon war er Zweiter. Natürlich wurde er disqualifiziert, das Volk tobte, nicht zuletzt, weil er bei seinem Strohballen-Manöver eine Tür verloren hatte.
Heyer fuhr dann die Saison weiter, und ein französischer Abnahmekommissar schwor ihm, er werde ihm auf die Schliche kommen. Kam er nicht.
Der Trick mit dem Stoßdämpfer Auch seinen Trick mit der Einstellung der Gasdruck-Stoßdämpfer beim Rennen in Zeltweg kriegte keiner hin. Heyer: „Weil die Kurven dort sehr lang gezogen sind, stellte ich die Dämpfer innerhalb des legalen Bereichs am äußersten Limit ein.» «Weil die Autos grundsätzlich über die Querachse rollten und damit die Innenräder wegen der geringen Sperrwirkung nicht durchdrehten, hatten die Fahrer sie vorn tief auf Block gelegt. Ich lag nach dem Training vorn, und da ich mein Auto vorn auffällig hoch hatte, glaubten alle, meine Überlegenheit käme daher. Daraufhin stellten sie ihre Autos auch hoch mit dem Ergebnis, dass sie so überhaupt nicht funktionierten."
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Heyer konnte wegen seiner Dämpfereinstellung im weiten Bogen um die anderen fahren. Sein Auto wurde daher den technischen Kommissaren zugeführt und, was ihm besonders wichtig war, „für legal befunden". Heyers Resümee zu diesem wie zu allen anderen Einsätzen bei Markenpokalen wie im Porsche oder im VW Polo: „Mir ging es hier nur um den Spaß. Mich hat es diebisch gefreut, dass die Jungs mir nicht auf die Schliche gekommen sind. Und Ehrensache, ich wäre natürlich niemandem, der ernsthaft um die Meisterschaft gefahren ist, in die Kiste gefahren."
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