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20 Stunden im Flieger, 16.000 km Reise: Doch Phillip Island ist es wert

Der Auftakt der Superbike- und Supersport-WM auf Phillip Island in Südaustralien ist bei Fahrern und Teams besonders beliebt, obwohl die Anreise langwierig ist. Eine Kolumne mit Augenzwinkern.

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Der Trip nach Australien gleicht einer Weltreise: Von Zürich nach Melbourne sind es gut 16.000 Kilometer – also bald die Hälfte der 40.000 km Erdumfang. Die reine Flugzeit beträgt über Arabien oder Asien mindestens 19,5 Stunden, ohne Umsteigen geht das nicht. Von der Haustüre daheim bis zu meiner Unterkunft auf Phillip Island war ich 31,5 Stunden unterwegs – nach Brisbane habe ich auch schon 44 Stunden gebraucht.

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«Ich mag Australien nicht, wegen der ganzen giftigen Viecher», sagte mir der Mann von Thai Airways am Check-in-Schalter. Ich bin da weniger voreingenommen, schließlich erklärte mir bei meinem ersten Besuch Down Under vor 25 Jahren ein alter Aussie: «Mach dir keine Sorgen, hier leben nur 80 Prozent der giftigsten Tiere der Erde.» Na, dann kann ja nichts passieren.

Ist man nicht gerade im Dschungel oder Outback unterwegs, braucht es weder einen Sombrero wegen von Bäumen fallenden Schlangen noch sind ein Kettenhemd und Kampfstiefel zwingend notwendig. Erst zweimal ist mir in Australien eine Schlange in freier Wildbahn begegnet: Einmal beim Joggen – ich überflog sie im Lauf mit einem lebensrettenden Sprung. Und einmal in einem Caravanpark, wobei das nur die Haut des Ungetüms war. In Anbetracht deren Größe, sie hätte für Cowboystiefel, einen Hut und eine stattliche Handtasche gereicht, war ich froh, dass die ursprüngliche Besitzerin bereits weitergekrochen war.

Phillip Island: Spektakuläre Highspeed-Rennstrecke

Dass Phillip Island bei den Fahrern und Teams so beliebt ist, hat verschiedene Gründe. Der Saisonauftakt am letzten Februar-Wochenende, mit dem am Montag und Dienstag zuvor stattfindenden Test auf gleicher Strecke, ist eine Flucht aus dem winterlichen Europa. Die entspannte Lebensart der Aussis, besonders auf einer Insel wie der nach dem ersten Gouverneur von New South Wales, Arthur Phillip, benannten, trägt ebenfalls zum Wohlfühlfaktor bei. Und dann natürlich die spektakuläre Highspeed-Rennstrecke mit Meerblick! Außergewöhnlich ist auch der Sternenhimmel, so klar, dass man manchmal sogar die Milchstraße sehen kann.

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Auf Phillip Island sind die Fahrer noch nahbarer als normal schon im SBK-Paddock, weil die Teams keine Hospitality-Paläste dabeihaben und niemand in einem Motorhome wohnt – als Rückzugs- und Vorbereitungsort im Fahrerlager dienen Container.

Zwar haben fast alle Teams ihr neues Design bereits vor der Reise nach Australien präsentiert, Rennstreckenpremiere ist aber meist auf Phillip Island. Zwischen dem Test und dem Rennwochenende ist auch immer das große Fotoshooting von Promoter Dorna, bei dem alle Fahrer und Bikes abgelichtet werden.

Launisches Wetter

Februar ist in Australien Spätsommer. Doch auch sonst gilt, was ein altgedienter britischer Kollege einst formulierte: «Das Wetter auf Phillip Island ist launischer als meine Frau.» Zu ihrer Verteidigung: Sie hat es nicht leicht mit ihm.

Die Wettervorhersage für den Test am Montag ist mit sonnigen 24 Grad Celsius optimal, am Dienstag könnte es regnen. Am Rennwochenende soll es zirka 20 Grad haben. Doch weil der klimatische Einfluss des Meeres groß ist, würde ich maximal 2 Euro darauf wetten, dass die Prognose stimmt.

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Nach den verregneten Wintertests im Januar in Jerez/Spanien und Portimao/Portugal werden sich die Fahrer am Montag erstmals in diesem Jahr bei trockenen Verhältnissen messen und die Motorräder auf ihre Leistungsfähigkeit prüfen können. Wie groß die Aussagekraft dessen ist, werden wir sehen. Denn aus Erfahrung wissen wir, dass Phillip Island aufgrund des Streckencharakters und aggressiven Asphalts nur wenig Allgemeingültiges offenbart.

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