Ducati-Werksteam: Iker Lecuona glaubte es erst, als die Tinte trocken war
In seiner gesamten Karriere beendete Iker Lecuona eine Weltmeisterschaft erst einmal in den Top-10. Dass er den Platz im Aruba-Ducati-Werksteam bekam, konnte er kaum glauben.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
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In vier Jahren im Honda-Werksteam schaffte es Iker Lecuona lediglich zweimal aufs Podium: Als Dritter 2022 in Assen und 2024 in Estoril. Eine Weltmeisterschaft hat der Mann aus Valencia erst einmal in den Top-10 beendet: Als Neunter in seinem ersten Superbike-Jahr 2022 mit dem Honda-Werksteam.
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Lecuona saß weder in seinen zwei MotoGP-Jahren bei KTM Tech3 noch in seinen bislang vier Superbike-Saisons mit Honda auf einem siegfähigen Motorrad. Trotzdem hat er immer maximal gepusht, öfter auch zu viel – was mit zahlreichen Verletzungen endete. Dass ihn das Ducati-Werksteam für 2026 als zweiten Fahrer neben Vizeweltmeister Nicolo Bulega verpflichtet hat, war eine Überraschung. Auch Iker konnte es erst glauben, als die Tinte auf dem Vertrag trocken war.
«Es kann immer alles passieren, in meiner Karriere sind einige Dinge vorgefallen», schilderte der 26-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Ich war angespannt. Als ich mich im Herbst am Arm verletzte, waren wir mitten in den Gesprächen mit den Teams. Die Verletzung setzte mir körperlich und mental sehr zu, ich glaubte an gar nichts mehr. Dann hatte ich plötzlich den Vertrag vor mir liegen und konnte unterschreiben. Ab diesem Moment konzentrierte ich mich auf meine Genesung.»
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Iker Lecuona: Lob für seinen Manager Seit 2020 arbeitet Lecuona mit Manager Diego Silvente. «Wobei er mehr ein Freund ist», stellte Iker klar. «Ihm glaube ich. Wenn er mir sagt, dass ich ruhig bleiben muss, dann bin ich das. Und wenn er mir sagt, dass wir ein Problem haben, dann haben wir eins. Ich bin sehr glücklich mit ihm, er leistet hervorragende Arbeit für mich.»
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Im Januar hatte Lecuona weder in Jerez noch in Portimao einen trockenen Testtag, die erste Standortbestimmung erfolgt am Montag beim Test auf Phillip Island. «Australien wird kritisch, dort passieren immer wieder seltsame Dinge. Für mich geht es beim Europaauftakt in Portimao richtig los», meinte der Ducati-Werksfahrer. «Dann muss ich meine wahre Geschwindigkeit zeigen, will in jedem Rennen auf dem Podium stehen und um den Titel kämpfen. Wenn ich ruhig bleibe, werden die guten Ergebnisse von allein kommen. Ich sage, dass Platz 3 in diesem Jahr meine schlechteste Platzierung sein darf, versuche aber auch, mir selbst nicht zu viel Druck zu machen.»
Ich will in jedem Rennen auf dem Podium stehen und um den Titel kämpfen.Iker Lecuona
Lecuonas Kalkulation: Weltmeister Toprak Razgatlioglu ist in die MotoGP gewechselt, ihm folgten in der Gesamtwertung 2025 die Ducati-Piloten Nicolo Bulega und Alvaro Bautista. Nur Niederlagen gegen diese beiden Markenkollegen wären für ihn akzeptabel.
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