Eli Tomac über Ken Roczen: «Ich habe den größten Respekt vor ihm»
Im aktuellen Podcast 'Gypsy Tales' spricht Red Bull KTM-Werksfahrer Eli Tomac über seine Karriere und seine härtesten Kontrahenten und meint, dass er Ken Roczen seinen größten Respekt entgegenbringt.
Das Format 'Gypsy Tales' ist eine Story für sich. Kurz zusammengefasst: Das Gesicht des Podcast-Formats 'Gypsy Tales' ist Jase Macalpine, ein vollbärtiger, langhaariger Australier mit Dutt und einer markant tiefen Stimme. Man könnte ihn problemlos als Straßenmusiker oder Street-Art-Künstler identifizieren, der durch die Welt tourt und das Leben nimmt, wie es gerade kommt. Das ist sein Image, welches er sorgsam pflegt. Macalpine begann in Australien, wechselte aber vor einigen Jahren in die USA, genauer gesagt, nach Kalifornien.
Jugend-Slang als Markenzeichen
Macalpine arbeitet nicht wie ein klassischer Medienvertreter, sondern er hing mit Freunden und Fahrern ab und wurde so als Teil der Szene akzeptiert. Er spricht die Stars der Szene selten namentlich an, sondern verwendet Worte wie 'dude' (Alter, Kumpel) oder 'man'. Ins Deutsche übersetzt würde ein typischer Satz von ihm lauten: «Alter, das war ja komplett krank… erzähl mal genau, wie der Crash ablief – was ging dir da durch den Kopf?»
Lockere Storys
Im Gegensatz zu den geschliffenen und offiziell abgestimmten Medienstatements der Teams, ging es bei seinen oft mehrstündigen Podcasts im lockeren Gespräch um Lifestyle, persönliche Erfahrungen und authentische Hintergründe. Heute gilt er als einer der bestvernetzten Podcast-Hosts im Supercross und Motocross.
Tomac über Roczen
In einer seiner neuesten Talkrunden spricht Jase Macalpine mit Eli Tomac über seine härtesten Rivalen. Tomac ist gegen ganze Fahrergenerationen angetreten: Von Ryan Dungey über Justin Barcia, Marvin Musquin, Ken Roczen, Chase Sexton bis Cooper Webb und Justin Cooper. «Über die gesamte Zeit ist es Ken Roczen, dem ich meinen größten Respekt zolle», sagt Tomac. «Von Anfang meiner Karriere bis heute ist Kenny sicherlich der Fahrer, der immer an der Spitze mitmischen konnte. Natürlich hatte ich auch andere Kontrahenten. In meiner 250er-Zeit war es vielleicht Barcia, mit dem es eine Rivalität gab und mit dem ich viele Zweikämpfe austragen musste. Es gab auch einige harte Duelle mit Dungey, Webb und Sexton in der einen oder anderen Saison. Aber über die gesamte Karriere war es Roczen.»
Eines der Dinge, die Roczen einzigartig macht, ist seine Explosivität in der ersten Runde.Eli Tomac
Was Ken Roczen so speziell macht
«Eines der Dinge, die Roczen einzigartig macht, ist seine Explosivität in der ersten Runde», sagt Tomac. «Was ich 2016 im Motocross erlebt habe, war das Verrückteste, was ich in meinem Leben gesehen habe. Wenn er einen schlechten Start hatte, ist er in der ersten Runde von Platz 8 auf 1 vorgefahren, und das sauber, ohne schmutzige Pässe oder so etwas.»
Tomac in Denver wieder am Start
Nach seiner Hüftverletzung in Cleveland wird Eli Tomac am kommenden Wochenende in Denver beim 16. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften wieder am Start stehen.
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