Lewis Hamilton nach Crash in Spa verunsichert? Das sagt Juan Pablo Montoya
Im letzten freien Spa-Training flog Ferrari-Star Lewis Hamilton ab. GP-Veteran Juan Pablo Montoya geht der Frage nach: Wie sehr geht der Crash vor dem Qualifying dem Rekord-GP-Sieger unter die Haut?
Es geschah in den letzten Minuten der letzten freien Trainingsstunde auf dem anspruchsvollen Circuit de Spa-Francorchamps: Lewis Hamilton war gerade dabei, seinen letzten schnellen Versuch vor dem Qualifying zu absolvieren, als er in Kurve 13 über die Randsteine ins Kiesbett bretterte und mit der rechten Seite seines Hecks die Reifenstapel streifte.
Der Dienstwagen des siebenfachen Weltmeisters wurde in Mitleidenschaft gezogen, sowohl die rechte hintere Aufhängung als auch der Heckflügel wurden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Wahrscheinlich hatte auch das Getriebe etwas abbekommen, lässt der Einschlagswinkel vermuten. Hamilton versuchte, den lädierten GP-Renner an die Box zurückzufahren, doch sein Team wies ihn an, das Auto abzustellen, um es vor weiteren Schäden zu schützen.
Ferrari-Star Lewis Hamilton: Nichts zu retten?
Der Rekord-GP-Sieger antwortete auf die Bitte des Teams: «Da gibt es nichts mehr zu schützen.» Und nach dem Aussteigen schaute er sich den gestrandeten Renner von der Seitenlinie aus an. Das warf die Frage auf, wie sehr so ein Unfall vor dem Qualifying das Selbstvertrauen des Ausnahmekönners tangiert. Juan Pablo Montoya findet bei seiner Analyse für «F1 TV» eine klare Antwort darauf.
Der frühere Formel-1-Pilot und siebenfache GP-Sieger ist sich sicher: «Für ihn ist ein solcher Abflug nichts, du steigst als Fahrer wieder ins Auto und fährst einfach weiter.» Und auch die Reparatur sei keine grosse Sache, ist sich der 50-jährige Kolumbianer sicher: «Man kann das ganze Heck austauschen und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie einen Ersatz haben, der bereits zusammengebaut ist. Denn das haben alle Teams. Da muss man also nur vier bis sechs Schrauben lösen, und schon lässt sich das gesamte Heck wegnehmen.»
Montoya räumte aber auch ein: «Er hatte da wirklich Pech, denn er erwischte die Reifenstapel nur kurz, aber dabei ging wahrscheinlich auch das Getriebe kaputt, weil er die Streckenbegrenzung in einem dummen Winkel erwischt hat. Und er war kurz davor, das Auto abzufangen. Aber das ist das Schöne an Spa und diesen Autos. Sie müssen am Limit bewegt werden. Im vergangenen Jahr waren die Autos so solide, dass keiner einen Fehler machte. Jetzt sieht man, dass alle am Limit unterwegs sind.»
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