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Neue Kawasaki-Strategie: Kein Geld für die Asse anderer Marken ausgeben

Neben Yamaha hat Kawasaki im SBK-Paddock den besten Unterbau, um Fahrer über die Sportbike- und Supersport-Klasse bis in die Superbike-WM nach oben zu bringen. Das soll in Zukunft verstärkt geschehen.

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Vor dem Rennwochenende in Donington Park verlautbarte Kawasaki mit David Salvador seinen ersten Werksfahrer für die Supersport-WM 2027. Womit klar ist, dass Dominique Aegerter oder Jeremy Alcoba seinen Platz bei den Grünen verlieren wird – oder sogar beide. Der 23-jährige Spanier führt derzeit die Sportbike-Weltmeisterschaft an und ist ein Kawasaki-Eigengewächs.

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«Wir sind sehr stolz darauf, jungen Fahrern im Kawasaki-Umfeld Chancen wie diese bieten zu können», betonte Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti. «In dieser Saison hat David bewiesen, dass er über viel Können verfügt und seine Leistungen auf der Rennstrecke unterstreichen sein Talent, seine Reife und seine Fähigkeiten im Rennmanagement. Eigenschaften, die ihm in einer höheren und anspruchsvolleren Klasse wie der Supersport zugutekommen werden. Ich möchte außerdem die großartige Arbeit hervorheben, die die Kawasaki-Teams in den Sportbike-Klassen leisten, indem sie junge Fahrer fördern und weiterentwickeln, die in Zukunft vielleicht Teil offizieller Kawasaki-Teams werden – nicht nur in der Supersport- sondern auch Superbike-WM.»

Steve Guttridge, Rennchef bei Kawasaki Europa, ergänzte: «Wir haben uns für die Ninja ZX-6R 636 in der neuen Sportbike-Klasse entschieden, um unseren jungen Fahrern zu helfen, die Anforderungen des nächsten großen Schritts in die Supersport-WM zu verstehen und sich mit den wichtigsten Eigenschaften des Motorrads vertraut zu machen. David passt offensichtlich hervorragend zu unserer Ninja und hat die Mentalität eines waschechten Rennfahrers. Wir freuen uns darauf, ihn in der nächsten Phase seiner Karriere mit Kawasaki zu unterstützen.»

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Die besten Jahre sind eine Weile her

Jahrelang war Kawasaki in der Superbike-WM der Maßstab, zwischen 2013 und 2020 wurden in acht Jahren mit Tom Sykes (1) und Jonathan Rea (6) insgesamt sieben Fahrer-Titel gewonnen. In der Supersport-Klasse waren die Grünen ebenfalls stark und wurden zuletzt 2012, 2015 und 2016 mit Kenan Sofuoglu Champion.

In den vergangenen Jahren gelangen aber kaum noch herausragende Ergebnisse, deshalb hat Kawasaki seine Strategie jetzt geändert, wie Teamchef Puccetti SPEEDWEEK.com unter vier Augen verriet. «Der Präsident von Kawasaki Japan war in Misano und betonte, dass wir Talente innerhalb der Kawasaki-Familie fördern müssen. Er sieht es nicht gerne, wenn wir die Asse von anderen Teams abwerben müssen, er will, dass wir selbst Youngster aufbauen. Denn das sind Fahrer, die an Kawasaki glauben und bei uns groß werden.»

Ich habe sechs Jahre lang Toprak Razgatlioglu nach oben gebracht.

manuel puccetti

«Ich machte das mit meinem Team früher immer so für Kawasaki: Ich habe sechs Jahre lang Toprak Razgatlioglu nach oben gebracht, dazu Randy Krummenacher und Lucas Mahias aus der Supersport- in die Superbike-WM», verdeutlichte Puccetti. «Kawasaki hat verstanden, dass dies der richtige Weg ist. Auch aus Budgetgründen: Wenn jemand in deiner Familie groß wird, dann ist das eine Investition. Wenn man hingegen einen Topfahrer von einem anderen Hersteller einkaufen muss, dann kostet das viel Geld. Der Kawasaki-Präsident wünscht sich, dass die Fahrer aus Überzeugung bei uns sind und nicht nur wegen des Geldes. Deshalb wird Garrett Gerloff nächstes Jahr seine dritte Saison Superbike-WM mit uns fahren und darum lassen wir David Salvador aufsteigen.»

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