Ferrari-Legende Jacky Ickx (81): «Antonelli–Hamilton, besser geht’s nicht»
Der frühere Ferrari- und Porsche-Werksfahrer Jacky Ickx freut sich über die moderne Formel 1: «Der 19-jährige Kimi Antonelli gegen den 41-jährigen Lewis Hamilton – besser geht’s doch nicht.»
Jacky Ickx ist der erfolgreichste belgische Formel-1-Fahrer: 8 GP-Siege, WM-Zweiter 1969 mit Brabham und 1970 mit Ferrari. Nach seinen Erfolgen mit Ferrari wurde der heute 81-Jährige Le Mans-Rekordsieger und Langstreckenspezialist, er siegte auch bei der Dakar-Rallye und hat zum Schluss seiner Karriere gesagt: «Mein grösser Erfolg ist, dass ich überlebt habe.»
Klar lässt sich diese Motorsport-Legende das Heimrennen in Belgien selten entgehen, und was er von der modernen Formel 1 zu sehen bekommt, das gefällt dem 114-fachen GP-Teilnehmer sehr, wie er bei den Kollegen der Gazzetta dello Sport sagt: «Wie der junge Kimi Antonellli das macht, das ist einfach fabelhaft.»
Ickx gerät richtig ins Schwärmen: «Kimi ist so wohlerzogen, vom Charakter her ein Sonnenschein, sein Talent ist überaus eindrucksvoll. Mit solchen jungen Piloten ist die Formel 1 für die Zukunft prima aufgestellt.»
«Ich habe Kimi in Monaco kennengelernt. Ich bin nach seinem Sieg zu ihm hin und wollte mich vorstellen. Antonelli meinte: ‘Sie müssen sich nicht vorstellen, ich weiss natürlich, wer Sie sind, es ist mir eine Ehre.’ Das hat mich sehr berührt. Es ist nicht selbstverständlich, dass die jungen Fahrer mit der Rennhistorie etwas anfangen können. Sein Talent ist gewaltig, da erinnert er mich an Verstappen.»
«Ist es nicht fabelhaft, was wir 2026 zu sehen bekommen? Der 19-jährige Kimi Antonelli gegen den 41-jährigen Lewis Hamilton – das ist doch ein Festschmaus, besser geht’s nicht. Wer hätte sich das vor der Saison vorstellen können?»
«Mercedes ist dieses Jahr bärenstark, aber Ferrari hat aufgeholt. Und ich bin sicher, dass in diesem Jahr auch Max Verstappen noch Rennen gewinnen wird. Das Schöne 2026 ist – man weiss vor einem Grand Prix nicht, was passieren wird.»
«Ich habe in Sachen Ferrari immer gesagt: Lasst Teamchef Fred Vasseur die Zeit, um etwas Grosses aufzubauen. Und ich freue mich zu sehen, dass seine Arbeit langsam Früchte trägt. Ich erkenne bei Ferrari eine gute Atmosphäre, die Italiener sind eine Einheit, so wie das damals bei mir war, als ich für die Scuderia gefahren bin.»
Über den Circuit de Spa-Francorchamps sagt Ickx: «Die Piste war in den 70er Jahren schon magisch, und sie ist es auch heute noch. Viele Kurven sind einzigartig. Und dann diese Kulisse in den Ardennen! Das ist einfach unvergleichlich.»
«Damit wir uns nicht falsch verstehen: Liberty Media macht bei der Vermarktung der Formel 1 einen Super-Job. Aber Spa sollte jedes Jahr stattfinden, nicht wie künftig nur noch alle zwei Jahre.»
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