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Das Supercross-WM-Rennen im Lucas Oil Stadium von Indianapolis sorgte in den USA bei Fans und Medien für einen Nachgang. Verantwortlich dafür war das spektakuläre Überholmanöver von Meisterschafts-Leader Cooper Webb (Red Bull KTM) gegen Kawasaki-Pilot Eli Tomac um Rang 3 in der zweiten Rennhälfte.
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Was war passiert: Cooper Webb verlor bei seiner Aufholjagd kurz die Kontrolle über seine Werks-KTM und sprang vor einer Linkskurve mit viel Speed direkt in den Scheitelpunkt der Kurve, nachdem er nach der Landung auch noch kurz eine der Schaumstoff-Streckenbarrieren mitgeschliffen hatte. Vor allem in den sozialen Netzwerken wurde nach dem Finalrennen in Indianapolis viel und emotional über Webbs Überholvorgang diskutiert. Bei genauem Studium des Manövers fällt auf, dass Webb – wohl ungewollt – durch seinen Schlenker in einer Spurrille im darauffolgenden Sprung quasi in der Luft eine Abkürzung nimmt und deswegen am Ende innen am Kawasaki-Mann vorbeigeht.
In vielen Fällen im Rennsport lautet die vom Reglement getragene Faustregel, dass sich ein Fahrer durch das Verlassen der Rennstrecke während eines Rennens keinen Vorteil verschaffen sollte. Doch im Falle von Webb ging dieses kurzzeitige Verlassen mit dem Manöver gegen Tomac einher. Der Tenor vieler Fans lautete daher: Blockpass ok, aber dieses Manöver war doch zu gewagt.
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Fakt ist: Hätte Eli Tomac in dieser Situation nicht reagiert und mitten in der Steilkurve noch etwas weiter nach außen gezogen, wäre es wohl zu einer Kollision der beiden Asse gekommen. Dazu kommt, dass Webb angeblich in einem Video während des Samstags erklärt haben soll, dass er in einem Vorlauf eine Art Abkürzung versucht hätte. Kawasaki quittierte das Manöver in der offiziellen Presseerklärung von Indianapolis jedenfalls mit "einem wilden Moment eines Mitstreiters."
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Der ehemalige 125er-Weltmeister und jetzige Fahrermanager Bob Moore (51) erklärt nach Ansicht des Videos gegenüber Speedweek: "Für mich sieht es okay aus. Es war etwas riskant, aber Webb musste in dieser Situation überholen."
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