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Nashville: Hunter Lawrence (Honda) siegt vor Cooper Webb und Ken Roczen

Erst in der zweiten Hälfte des Finales von Nashville, 13. Lauf der US Supercross-Meisterschaften, konnte sich Hunter Lawrence (Honda) gegen Ken Roczen (Suzuki) durchsetzen und souverän gewinnen.

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13. Lauf der US Supercross-Meisterschaften im Nissan Stadium von Nashville: Den Spekulationen um sein momentanes Fitness-Level erteilte Eli Tomac schon im Zeittraining eine klare Absage. Der Red Bull KTM-Werksfahrer brannte mit einer Rundenzeit von 51,407 Sekunden die Bestzeit in den Boden.

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Kombiniertes Qualifying:

  1. Eli Tomac (USA), KTM, 51.407

  2. Hunter Lawrence (AUS), Honda, +0.165

  3. Ken Roczen (D), Suzuki, +0.307

  4. Cooper Webb (USA), Yamaha, +0.324

  5. Jorge Prado (E), KTM, +0.475

  6. Justin Cooper (USA), Yamaha, +0.728

  7. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, +0.768

Vorläufe

Den ersten Vorlauf gewann Star Racing Yamaha-Werksfahrer Justin Cooper mit einem Start-Ziel-Sieg vor Hunter Lawrence (Honda). Im zweiten Vorlauf traten die beiden anderen Titelaspiranten gegeneinander an: Tomac und Roczen. Jorge Prado (KTM) zog den Holeshot und führte das Rennen 5 Runden lang an. Der Spanier beging dann aber einen kleinen Fehler und musste die Strecke verlassen, so dass er zwei Plätze zurückfiel. Tomac übernahm die Führung, doch Roczen attackierte ihn, landete aber nach einem weiten Satz in die Sandsektion neben der Ideallinie, kollidierte mit Tomac und ging zu Boden. Damit fiel der Deutsche auf Platz 4 zurück.

Finale

Justin Hill (KTM) zog den Holeshot. Ken Roczen kam zwar zunächst nicht perfekt aus dem Gate, fand aber in der ersten Kurve eine gute Linie und befand sich hinter Hill und neben Prado auf Platz 3. In der zweiten Runde übernahm der Deutsche die Führung. Hunter Lawrence ging im Bereich der Top-5 ins Rennen. Eli Tomac hatte keinen guten Start und rangierte nur im Mittelfeld. Lawrence überholte Prado und Hill und schloss die Lücke zum führenden Roczen.

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Rundenlanges Duell Roczen vs. Lawrence

13 Runden lang konnte Roczen seine Führungsposition gegen die Attacken von Lawrence behaupten. Während Roczen am Vormittag die Whoops mit der Skimming-Technik durchquerte, musste er im Finale über die Hügel der Whoops springen. Nach der Hälfte des Rennens begann für ihn eine harte Zeit: Zuerst rutschte ihm auf langgezogenen und schnellen Kurve vor der Box das Hinterrad weg, so dass er Tempo verlor. Hunter war danach schon direkt neben ihm. Ken konnte den folgenden Doppelsprung nicht voll nehmen, so dass Lawrence vorbei in Führung ging.

Das Kickstarter-Problem

Ken wollte danach aber den Anschluss nicht verlieren, doch er ging zu weit und stürzte vor dem Beobachtungsturm. Sein Motorrad lag entgegen der Fahrtrichtung auf der Strecke und der Motor war ausgegangen. Zum Glück brauchte er nur zwei Kicks, um sein Motorrad per Kickstarter in Gang zu setzen, aber zwischenzeitlich waren Justin Hill und Cooper Webb vorbeigegangen. Bis Roczen wieder einigermaßen im Fluss war, drängte schon Dylan Ferrandis (Ducati) von hinten, doch der Franzose beging seinerseits einen Fehler, musste die Strecke verlassen und fiel zurück. Ken Roczen kämpfte sich nun erneut an Justin Hill vorbei und befand sich wieder auf Podiumskurs. In den letzten 4 Runden musste er sich gegen die Angriffe von Chase Sexton verteidigen, aber er rettete Platz 3 über die Ziellinie.

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Crash von Eli Tomac, Pech für Prado

Besonders hart traf es Nashville Eli Tomac. Nach seinem verpatzen Start ins Finale kämpfte er sich Schritt für Schritt nach vorne und hatte in Runde 13 Platz 8 erreicht, doch auch er ging auf der rutschigen Strecke über das Vorderrad zu Boden und fiel auf Rang 12 zurück, was mit Blick auf die Tabelle massive Auswirkungen hatte. Auch Jorge Prado stürzte in Runde 10 und fiel von Rang 4 auf 13 zurück.

Die Lage an der Tabellenspitze

Nach seinem 4. Saisonerfolg bleibt Hunter Lawrence nach 13 von 17 Events Spitzenreiter und vergrößerte damit seinen Vorsprung von 5 auf 10 Punkte. Ken Roczen ist jetzt Zweiter und Eli Tomac fiel nach Platz 12 in Nashville und aktuell 15 Punkten Rückstand auf Platz 3 zurück. Mit Blick auf die Geschehnisse konnte Ken Roczen mit viel Kampfgeist und Einsatz zweifellos das Beste aus der Situation machen. Er hat hart gekämpft und am Ende sogar noch ein wenig Glück, dass sein Motorrad schnell wieder ansprang und er am Ende das Podium erreichte. Gegenüber Lawrence verlor er damit 5 Punkte.

Hätte, wäre, wenn...

Ohne den Sturz hätte Roczen sehr wahrscheinlich Platz 2 über die Ziellinie gebracht. Hunter Lawrence hätte er in Nashville vermutlich nicht aufhalten können. Hunter war in Nashville einfach zu stark, zu sicher, zu souverän. Die Whoops hatten im Nissan Stadium nur 9 Hügel. Roczens sonst so überzeugenden Fähigkeiten im Waschbrett konnte er in Nashville nicht zur Geltung bringen. Am Ende des Tages waren die Wellen stark zerfurcht und zu glatt, so dass er sie überspringen musste. Alles in Allem war es trotz der Probleme ein solides Wochenende. Die Stürze von Tomac und Prado haben die Tücken der Strecke offengelegt. Zuvor waren auch Malcolm Stewart und Joey Savatgy zu Boden gegangen und auch in der 250er Klasse gab es mehrere Stürze.

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Am kommenden Wochenende geht es in Cleveland (Ohio) mit dem 3. Triple Crown Event des Jahres weiter. An der Tabellenspitze bleibt es nun weiterhin spannend. Die Top-3 trennen nur 15 Punkte und Ken Roczen bleibt im Titelkampf

Ergebnis 450 Nashville

  1. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 24 Runden

  2. Cooper Webb (USA), Yamaha, +7.171

  3. Ken Roczen (D), Suzuki, +11.380

  4. Chase Sexton (USA), Kawasaki, +13.109

  5. Dylan Ferrandis (F), Ducati, +16.411

  6. Justin Hill (USA), KTM, +20.919

  7. Justin Cooper (USA), Yamaha, +25.444

  8. Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, +35.496

  9. Colt Nichols (USA), Suzuki, +38.036

  10. Shane McElrath (USA), Honda, +42.351

  11. Dean Wilson (GB), Honda, +45.616

  12. Eli Tomac (USA), KTM, +51.194

  13. Jorge Prado (E), KTM, +54.586

  14. Christian Craig (USA), Honda, +1 Runde

  15. Vince Friese (USA), Kawasaki, +1 Runde

Meisterschaftsstand nach Event 13 von 17

  1. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 270

  2. Ken Roczen (D), Suzuki, 260, (-10)

  3. Eli Tomac (USA), KTM, 255, (-15)

  4. Cooper Webb (USA), Yamaha, 242, (-28)

  5. Justin Cooper (USA), Yamaha, 213, (-57)

  6. Chase Sexton (USA), Kawasaki, 162, (-108)

  7. Joey Savatgy (USA), Honda, 159, (-111)

  8. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 145, (-125)

  9. Jorge Prado (E), KTM, 140, (-130)

  10. Justin Hill (USA), KTM, 134, (-136)

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