Toyota dominiert Rallye Islas Canarias mit Weltmeister Ogier in Führung
Rekord-Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier führt den spanischen WM-Lauf auf den Kanarischen Inseln nach dem Freitag mit 8,9 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Oliver Solberg an.
Nach der Superspezialprüfung im Gran Canaria Stadium am Vorabend hatte Ogier auf dem sechsten Platz gelegen und übernahm am ersten von drei Haupttagen die Gesamtführung.
Der Franzose konnte auch auf WP4 gewinnen, nachdem WP3 wegen falsch geparkter Zuschauerfahrzeuge abgesagt werden musste. Er baute seinen Vorsprung dabei auf 5,9 Sekunden aus.
Das gesamte Toyota-Quintett setzte sich sukzessive vom Rest des Feldes ab.Die Dominanz des Hersteller-Weltmeisters dauerte über den Nachmittag hinweg. Lediglich die Abstände zwischen den GR Yaris Rally1-Autos sowie deren Reihenfolge veränderte sich.
Monte Carlo-Sieger Solberg gewann die erste Wertungsprüfung am Nachmittag mit gerade einer Zehntelsekunde Vorsprung auf Ogier. Er schob sich somit vom vierten auf den zweiten Platz an Sami Pajari und Elfyn Evans vorbei vor.
Ogier und Solberg waren auch auf der WP6 schneller als die anderen Toyotas, wobei Ogier Solberg um 0,2 Sekunden schlug. Ogier war erneut der Schnellste auf der WP7 (mit deutlichen zwei Sekunden Vorsprung), während Evans sich mit nur 1,3 Sekunden Vorsprung vor Pajari setzte.
Pajari konterte jedoch auf der Superspezialprüfung am Ende des Tages und schob sich mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde wieder auf den dritten Platz vor.
Der neunfache Weltmeister Ogier gewann somit heute alle Etappen bis auf die vor der Superspezialprüfung.
«Ich bin zufrieden, denn das Fahrgefühl ist jetzt besser als bei meinen letzten Einsätzen», kommentierte Ogier. «Wir haben im Service und auch am Nachmittag noch am Set up ein wenig gearbeitet und langsam macht es mir das Fahren wieder richtig Spaß».
Der WM-Führende Takamoto Katsuta, der die Stadion-WP am Donnerstag gewonnen hatte, verlor am Freitagnachmittag den Anschluss an seine Teamkollegen. Der Japaner beendete den Tag mit 29,7 Sekunden Rückstand hinter Ogier und 13,3 Sekunden nach dem Viertplatzierten Evans.
Das Hyundai-Trio führt Dani Sardo vor Adrien Fourmaux und Thierry Neuville an. Die Hyundai i20 N Rally1s kämpfen wie im Vorjahr bei der Rallye Islas Canarias mit Untersteuerungsproblemen.
Lokal-Hero Sardo erlebte auf dem Weg zur WP7 einen wilden Zwischenfall, als er mächtig ins Schleudern kam.
«Ich bin weit nach außen gekommen und habe mit dem Heck leicht die Barriere berührt - einfach unglaublich!», erläuterte der Spanier, der aber trotzdem sehr gut aufgelegt war. «Der Tag war heute etwas ganz Besonderes. Ich fühle mich bei dieser Rallye richtig wohl, sie kommt meinem Fahrstil entgegen».
Der Rally1-Rückkehrer liegt 3,9 Sekunden vor Fourmaux, der am Nachmittag mit seinem Setup gute Fortschritte machte. Ex-Weltmeister Neuville liegt 8,2 Sekunden hinter Fourmaux.
Josh McErlean führt im M-Sport Ford mit einem Vorsprung von 11,7 Sekunden auf seinen Teamkollegen Jon Armstrong, der am Vormittag seitlich in eine Ausweichspur gerutscht war.
Der Ire berührte dann gegen Ende von WP7 zudem eine Leitplanke, wodurch das linke Heck seines Autos leicht beschädigt wurde.
«Wir hatten eine ziemlich gute Etappe, doch nur einen Kilometer vor dem Ziel sind wir in einer Kurve zu weit nach außen gekommen. Ich war überrascht, dass die remsen nicht richtig gegriffen haben und touchiert die Leitplanke», berichtete Armstrong.
Yohan Rossel, der vor zwei Wochen in Kroatien Lancia den ersten WRC2-Sieg beschert hat, befindet sich auf dem besten Weg, diesen Erfolg auf den Kanaren zu wiederholen. Der Franzose beendete den Freitag mit 20,5 Sekunden Vorsprung vor Alejandro Cachon (Toyota), während der Meisterschaftsführende Leo Rossel (Citroen) Dritter wurde.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach