«Erfolg ist kein Grund aufzuhören»

Von Gerhard Kuntschik
Dakar Auto
Kris Nissen hofft auf auch für 2010 auf große VW-Sprünge

Kris Nissen hofft auf auch für 2010 auf große VW-Sprünge

VW-Sportchef Kris Nissen hat noch kein grünes Licht für 2010, glaubt aber nicht an eine unangenehme Überraschung

Alle guten Dinge sind sechs, rechnete VW-Sportchef Kris Nissen anlässlich der gemeinsamen Feier aller von Red Bull unterstützten Gewinner der heurigen Rallye Dakar in Salzburg vor. «2004 Sechster, 2005 Fünfter, 2006 Dritter, 2007 zehn Tage geführt, 2008 die Absage und nun der Triumph», rekapitulierte der Däne die Wüstenbilanz der Wolfsburger. Deren weiteres Engagement in der Südamerika-Dakar (Yann Le Moenner von Organisator ASO bestätigte auch im Hangar-7 den Verbleib in Argentinien und Chile) noch nicht fixiert ist. Nissen muss wie alle anderen Teammitglieder die Entscheidung des Vorstandes in den nächsten Wochen abwarten («denn es wird jedes Jahr neu evaluiert»), hat aber Gründe zur Zuversicht. «Wir haben mit dem ersten Sieg eines Race Touareg und eines Dieselautos unser Ziel erreicht und bewiesen, dass Volkswagen in dieser Technologie führend ist. Die Beachtung der Veranstaltung war weltweit enorm. In Deutschland weisen die Mediadaten ein Plus von 30 Prozent aus. In Südamerika, wo VW Marktanteile von rund 27 Prozent hält, war der Werbewert enorm. Die Dakar ist keine nationale Meisterschaft, sondern ein internationales Ereignis», erklärte Nissen. Dessen erster Gratulant in Buenos Aires übrigens der Volkswagen-Chef für Südamerika, der frühere österreichische Bundeskanzler Viktor Klima, war.

«Der hart erarbeitete Erfolg ist kein Grund aufzuhören», stellte Nissen fest, «auch Ferrari macht nach fünf WM-Siegen weiter. Und wir fahren in der höchsten Liga des Offroad-Sports.» Auch für den Dänen hat sich die Dakar im anderen Kontinent eindrucksvoll durchgesetzt, «die Länder sind stabil, das Terrain ist höchst anspruchsvoll.» Und mit der parallel zur Serie laufenden Fortführung der Dieseltechnologie habe VW für die Konkurrenz von BMW und Mitsubishi die Latte hoch gelegt.

Der werkseitige Rückzug der Japaner habe auf VW «keinen Einfluss. Bei der Dakar fährst du in erster Linie gegen das Rennen selbst und nicht gegen einen anderen Hersteller», sagte Nissen. Die Entscheidung Mitsubishis sehe er übrigens «noch nicht ganz im Trockenen. Ich hoffe, das Team kann zusammenbleiben. Wenn Mitsubishi die Sache genau analysiert, wird er enorme Werbewert aufscheinen.»

Dennoch: Auch bei VW werden, wenn es erwartungsgemäß weitergeht, die Kosten gesenkt werden. «40 Prozent Einsparungen sind ohne weiteres möglich», erklärte Nissen, «mit einem stabilen Reglement können die Autos ‚eingefroren’ werden. Die Verbindungsetappen in Südamerika sind weit weniger aufwändig als in Afrika, da ist Sparpotenzial da.» Der Däne deutete auch an, dass das VW-Programm von vier auf zwei Veranstaltungen im Jahr neben der Dakar reduziert werden könnte. Und da sehe es nach einer Teilnahme in Brasilien im Frühsommer sowie beim geplanten ASO-Projekt im Herbst aus, das in Marokko, Russland oder China ablaufen könnte.

In der Fahrerfrage habe VW Optionen auf alle bisherigen Piloten, teilte Nissen mit, «aber die Fahrer sind nicht das Problem. Wir wollen das Team unverändert lassen, ein stabiles Umfeld ist viel wert.» Seine Piloten seien jeder für sich in einem Spezialbereich topp und insgesamt auf hohem Niveau: «Das Universalgenie, das auf jedem Terrain der Schnellste ist, gibt es nicht.»

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