Dakar 2015: Peugeot-Pilot Carlos Sainz fährt auf Sieg

Von Christian Schön
Dakar Auto

Der ehemalige Rallye-Weltmeister hat allerdings schon die Rallye Dakar 2016 im Blick. Für ihn ist Premiere des 2008 DKR im kommenden Januar vor allem eine Standortbestimmung.

So kennt man Carlos Sainz. Während Peugeot Sportdirektor Bruno Famin die Erwartungen vor der Wettbewerbspremiere des 2008 DKR herunter schraubte – »Wir dürfen nicht vergessen, dass es immer noch sehr früh in der Entwicklungsphase ist. Wir müssen daher vorsichtig sein.« –, hat der Spanier nur eine Taktik im Sinn. »Ich fahre auf Sieg«, sagte der zweimalige Rallye-Weltmeister und Rallye-Dakar-Gewinner von 2010 gegenüber Speedweek.com. »Alles andere macht keinen Sinn.«

Tatsächlich hat Sainz bereits die Rallye Dakar 2016 im Blick. »Wir müssen wissen, was das Auto aushält, um im nächsten Jahr mit einem in allen Bereichen verbesserten Fahrzeug anzutreten.« Was der 52-Jährige nicht offen ausspricht: Große Hoffnungen, mit dieser Herangehensweise zu gewinnen, macht er sich zumindest für 2015 nicht.

Erfahrungen mit einer Alles-oder-Nichts-Strategie hat der Peugeot-Werkspilot ausreichend. Schon 2013 und 2014 gewann er in Buggys die eine oder andere Etappe, wurde in der Gesamtwertung den schließlich siegreichen Mini aber nie wirklich gefährlich. »Die Dakar kann man nur gewinnen, wenn man jeden Tag auf einer Spitzenplatzierung beendet. Ein größeres Problem, und du bist raus aus dem Kampf um den Sieg.«

Der Weg dahin ist für Sainz bei seiner immerhin schon achten Dakar-Teilnahme klar. »Wir brauchen ein Auto, das im Sand und offroad deutlich schneller ist, als die Allradler, und gleichzeitig auf Pisten nicht allzu viel Zeit verliert.« Vorteile des Buggy sind die größeren Reifen, der höhere Federweg und die Erlaubnis, den Luftdruck während der Fahrt zu regulieren.

Auf kurvenreichen Pisten gleicht das Fahrverhalten eines Buggy jedoch eher einem Ozeandampfer. »Die Buggys, mit denen ich die letzten beiden Jahre gefahren bin, waren auf der Piste ein Desaster«, gibt Sainz unumwunden zu. »Leider gibt es das magische Auto nicht, dass unter allen Bedingungen das beste ist. Man muss einen möglichst guten Kompromiss finden.«

Entscheidend für die Siegchancen wird laut Sainz die Streckencharakteristik sein. »Je mehr Wüste und offroad, umso besser für uns. Leider gibt der Veranstalter vor dem Start nur wenige Informationen raus, um die Strecke vorhersagen zu können.«

Von unschätzbarem Wert waren für die Entwicklungsmannschaft von Bruno Famin die Erfahrungen, die Sainz 2009 bis 2011 in Südamerika mit dem VW Touareg sammeln konnte, der ebenfalls einen Dieselmotor hatte. »Ich weiß, welche Probleme man mit dem Dieselmotor bekommt und wie man sie löst.«

Mit Heckantrieb kämpfte sich der Madrilene schon zweimal über die Anden und manchmal auch zurück. »Die Rallye Dakar hat mit dem normalen Rallyefahren nicht viel zu tun. Ich glaube aber, dass ich inzwischen in beiden Disziplinen genug Erfahrung habe, um zu den Besten zu gehören.«

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