Matthias Walkner: Nach der Dakar Skitouren und OP

Von Johannes Orasche
Dakar Moto
Matthias Walkner

Matthias Walkner

Red Bull-KTM-Pilot Matthias Walkner hat sich nach den Strapazen der Rallye Dakar 2019 für die nächsten Wochen und Monate bereits einen Plan zurechtgelegt – auch eine Operation ist möglich.

Wenn Matthias Walkner über die Rallye Dakar bei den Motorrädern berichtet, bleibt vielen interessierten Zuhörern bisweilen die Sprache weg. Der Salzburger hat die Ausgabe des Jahres 2019 schon mehrfach als die aus seiner Sicht physisch härteste bisher beschrieben. Und trotzdem ist man immer noch erstaunt, wenn man den Schilderungen des Tennengauers lauscht, der in Sanddünen von Peru auf der Jagd zu Platz 2 auch selbst mehrere heftige Abflüge verzeichnete.

«Ich habe einmal auf einer Etappe so viel Dreck und Staub geschluckt, dass ich mich dreimal übergeben musste», erzählte der 32-Jährige trocken. Der am Ende Viertplatzierte Pablo Quintanilla (Husqvarna) aus Chile war, so Walkner, nachdem er nach einem Sprung sehr hart am Lenker aufgeschlagen hatte, fast eine Minute lang benommen. Sieger und Teamkollege Toby Price habe nach einem Crash bei Tempo 140 km/h am Strand ein Blackout von etwa einer halben Stunde gehabt.

Der Sport habe sich in den vergangenen drei bis vier Jahren massiv verändert. «Es wurde viel professioneller», erklärte der ehemalige MX3-Weltmeister. «Es steckt jetzt viel mehr Geld dahinter, es gibt auch mehr große Teams. Das Regelwerk und das ganze System dahinter ist aber etwas veraltet und stehen geblieben.»

Inzwischen schmiedet der Salzburger Red Bull-KTM-Fahrer Pläne, wie er nach dem Interview-Marathon die Regenerationsphase nach der Dakar-Tortur angehen will. Nach eigenen Aussagen könnte beim Kuchler unter Umständen auch eine Operation anstehen. Dabei geht es um die Fixierung des Kreuzbandes, das vor zwei Jahren gerissen ist. Zudem will Walkner in der wohlverdienten Pause unter anderem Skitouren unternehmen. «Auch ein guter Salat ist was», meinte Walkner.

Übrigens: Am Montag war Walkner in Wien auch noch zu Gast im «Wecker» beim Radiosender Ö3, der meistgehörten Radiosendung Österreichs. Walkner wünschte sich dort von Moderator und DJ Robert Kratky den Bon Jovi-Song «Living on a prayer», den er selbst gerne hört, wenn er in schwierigen Situationen Motivation benötigt.

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