DRM gibt Rallye-Gastspiel in Luxemburg

Von Toni Hoffmann
DRM
DRM-Leadre Dirk Reibensahm

DRM-Leadre Dirk Reibensahm

Die DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) beendet mit dem vierten von sieben Saisonläufen vom 19. bis 21. Juli ihre lange Sommerpause.

Erstmals geht es für die Teilnehmer in das benachbarte Ausland, denn die DRM ist zu Gast bei der Rallye de Luxembourg. Inmitten der Hauptstadt des Großherzogtums gehen die Teilnehmer des gemeinsamen Laufes von Luxemburgischer und Deutscher Meisterschaft am Samstag um 13.00 Uhr auf den Weg über die insgesamt 15 Wertungsprüfungen. 163,86 Bestzeit-Kilometer später wird dann am Sonntag gegen 15.15 Uhr auf der Zielrampe in Bettborn nördlich von Luxemburg feststehen, wer als Führender in den DRM-Endspurt geht. Als Tabellenleader reisen Dirk Riebensahm / Kendra Stockmar-Reidenbach (Andernach / Elchweiler) im Subaru Impreza N16 an. Doch die Verfolger, allen voran die zweifachen Saisonsieger Sandro Wallenwein / Markus Poschner (Stuttgart / Lautrach) in der R4-Version des Impreza, liegen dicht dahinter.  

DRM-Leader Dirk Riebensahm, der eigentlich von der Rundstrecke kommt, freut sich auf den Lauf im Nachbarland. «Es könnte sein, dass wir in dieser Saison mit der DRM erstmals auf trockenem Asphalt fahren, das käme mir sehr entgegen. Aber egal wie, schöner als bisher kann es eigentlich nicht laufen», schmunzelt der Tabellenführer aus der Eifel. Nach einem «Trockentest» auf ähnlich schnellen und flüssig zu fahrenden Asphaltprüfungen wie sie in Luxemburg zu erwarten sind, schaut er aber vorsichtig voraus: «Auf diesen Strecken haben die Allradler nicht unbedingt einen Traktionsvorteil. Da dürften die schnellen und wendigen R-Fahrzeuge mit ihrem geringeren Gewicht und Frontantrieb weit vorne dabei sein. Mal sehen, wo wir uns da einsortieren.“ Co-Pilotin Kendra Stockmar-Reidenbach ergänzt: «Dirk fühlt sich im Subaru richtig wohl. Ich glaube, dass man auch von außen sieht, wie viel Spaß und Freude am Fahren wir im Auto bei den Veranstaltungen haben.»  

Wallenwein: Rasanter Familienausflug  

Auch Sandro Wallenwein, Deutscher Rallye-Meister 2011, ist gespannt auf den Start in Luxemburg: «Das ist für uns alle eine neue Herausforderung, denn die Veranstaltung ist ganz neu im Terminkalender. Und darauf freue ich mich sehr.» Der Schwabe ist gespannt auf die Konkurrenz: «In der DRM-Wertung wollen wir so weit wie möglich nach vorn, aber auch in der Gesamtwertung der Rallye Luxemburg wollen wir vorne mitmischen.»  

Das wird ihm womöglich nicht so einfach fallen, denn mit seinem Bruder Mark hat sich auch der amtierende DRM-Meister für den Lauf in Luxemburg angemeldet. Gemeinsam mit Stefan Kopczyk tritt er im Skoda Fabia S2000 an. Das amtierende Meister-Duo, welches in diesem Jahr in der EM startet, gibt im Heimatland und vor der Haustür seines Hauptsponsors Wallenborn ein DRM-Gastspiel und komplettiert damit den Familienausflug: Mit Sandro, Mark und Eve Wallenwein sind damit alle Kinder von Teamchef Thomas Wallenwein bei einer Rallye am Start.  

Zeltner: Hoffnung auf trockene Pisten  

Das Ziel, letztlich ganz vorne mitzumischen haben auch zwei weitere Teams. Bei Georg Berlandy / Peter Schaaf (Stromberg / Mayen) verlief die bisherige Saison ebenso wenig zufriedenstellend wie bei Ruben Zeltner aus dem sächsischen Lichtenstein, der diesmal mit Helmar Hinneberg (Dresden) auf dem Co-Piloten-Sitz des Porsche 911 GT3 unterwegs ist. Beim Kampf um die Spitze rutschte Berlandy beim letzten Lauf in Hessen ins Aus. «Ich freue mich, in Luxemburg dabei sein zu können. Ich erwarte ein gutes Ergebnis, damit wir die verlorenen Punkte wieder wettmachen können», lautet seine deutliche Ansage.  

Während der Hunsrücker mit einem Top-Resultat wieder den direkten Anschluss an die DRM-Spitze schaffen könnte, ist der Meisterschaftszug für Ruben Zeltner nach zwei Null-Runden scheinbar abgefahren. «Petrus war bislang nicht wirklich mit uns», schmunzelt der Geschäftsführer des Sachsenrings. «So hoffen wir einfach auf besseres Wetter in Luxemburg. Aus den Onboard-Aufnahmen aus dem vorigen Jahr ist zu schließen, dass es auf den Prüfungen eng und rutschig ist. Deswegen gehen wir mit keinen großen Erwartungen an den Start. Unsere Wünsche sind mittlerweile sehr bescheiden: Endlich mal trockenes Wetter für unser brüllendes Zebra!»  

2WD-Wertung: Harte Konkurrenz wartet auf Mysliwietz  

Eine der kürzesten Anreisen hat der Saarländer Lars Mysliwietz (Piesbach), der in dieser Saison mit seinem Westerwälder Co-Piloten Oliver Schumacher im Citroën DS3 R3T um den 2WD-Titel kämpft. Die weite Anreise aus Schleswig in Holstein nehmen Rainer Haulsen und Gerd Brudermann im Suzuki Swift auf sich. «Es ist meine letzte aktive Saison, und da möchte ich natürlich bei allen DRM-Läufen dabei sein», erklärt der Orga-Leiter des DRM-Laufes bei den Wikingern.

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