Ekström: Würstchen statt Wein auf weißer Tischdecke

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström

Mattias Ekström

Mattias Ekström hat in der DTM eine komplizierte Saison hinter sich. Möglicherweise muss er sich ein neues Motto einfallen lassen. Für die Rallycross-WM gilt das aktuelle aber weiterhin.

Mattias Ekström hat sich entschieden: An diesem Wochenende fährt der Schwede um den Titel in der Rallycross-WM und lässt dafür das DTM-Finale in Hockenheim sausen. Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, gab er im Interview mit Sport1 zu.

«Ich bin jetzt 16 Jahre fast jedes Rennen gefahren. Ich hab immer gesagt, wenn ich ein Rennen absage, braucht das einen guten Grund. Um die Weltmeisterschaft in einer anderen Serie zu fahren, ist ein guter Grund», sagte Ekström. Zwei Events vor Saisonende hat er 27 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Johan Kristoffersson.

Zwar ist Ekström beim Rallycross groß geworden, doch damals hatte der Schwede kein Interesse daran. «Ich fand es dreckig und unordentlich. Mittlerweile muss ich aber sagen, nach so vielen Jahren in der DTM mit perfekter weißer Tischdecke und Wein ist es auch mal schön mit einem Würstchen. Rallycross hat einen großen Unterhaltungswert. Die Autos zu fahren ist unglaublich lustig und macht Spaß. Das zu kombinieren mit der DTM hält jung und frisch», sagte er.

Immerhin hatte sich der zweimalige Meister mit einem Sieg in Budapest vorzeitig aus der laufenden DTM-Saison verabschiedet. Zu einem erneuten Titelgewinn reichte es aber auch 2016 nicht. «Es hatte im Rückblick einige Höhen, aber auch Tiefen. So eng war es noch nie. Die Leistungsdichte hat zugenommen», sagte er. Knackpunkt war aus seiner Sicht das Norisring-Wochenende, als er nach zwei Crashs komplett ohne Punkte blieb.

Der Unterschied zu früher: Während er an einem nicht so guten Tag immer noch locker in die Top Ten fahren konnte, landet er in der heutigen DTM auch schon mal im hinteren Mittelfeld. Für ihn durchaus gewöhnungsbedürftig.

Und möglicherweise überdenkt er auch sein Motto «Go hard or go home». Denn heute müsse man in der DTM eher schlau als wild sein, glaubt er: «In der diesjährigen Meisterschaft hieß es: "Go smart or go home". Wenn ich weiter in der DTM fahre, muss ich mir vielleicht einen neuen Slogan einfallen lassen.»

Dass er gerne weitermachen würde, bekräftigte er nochmals. «Wenn sich die Verantwortlichen entschieden haben, wird man über alles Weitere sprechen. Momentan hätte ich aber Lust auf ein weiteres Jahr. Ich bin hungrig und würde gerne noch einmal Meister werden. Und ich traue mir auch zu, ganz nach vorne zu fahren», sagte der Routinier.

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