Berger: Sat.1 ist eine der wichtigsten Stellschrauben

Von Andreas Reiners
DTM
Gerhard Berger mit Andrea Kaiser

Gerhard Berger mit Andrea Kaiser

Die DTM kämpft um ihre Zukunft, und der neue Fernsehpartner Sat.1 soll dabei helfen, die Zielgruppe zu verjüngen. DTM-Chef Gerhard Berger weiß aber auch, dass nicht alles nur rosig verlaufen wird.

Es wirkte nach außen wie mit jeder neuen Partnerschaft. Euphorie, Tatendrang, Motivation. Einfach Bock auf die neue Zusammenarbeit. Viele Ideen, viel gute Laune: Der Start der neuen Partnerschaft zwischen der DTM und dem Privatsender Sat.1 verlief bei der Auftaktveranstaltung in München vielversprechend.

Alle Beteiligten waren gut drauf, witzelten, stimmten sich auf die neue Saison ein, in der Sat.1 einiges anders machen will: Die Typen zeigen. Überhaupt mehr zeigen. Vor allem Emotionen. Und dabei die Zielgruppe verjüngen.

Das ist schon länger ein Ziel und ein Wunsch der Hersteller Audi, BMW und Mercedes, als Bestandteil eines Anforderungskatalogs zum Amtsantritt von Gerhard Berger vor etwas mehr als einem Jahr. Der Österreicher räumte ein, in der Zusammenarbeit mit der ARD sei ein bisschen die Luft raus gewesen. «Der Zeitpunkt war richtig, mal zu schauen, was man anders machen kann. Nicht nur aus sportlicher Sicht», so Berger.

Er weiß, wie wichtig das Fernsehen für die Tourenwagenserie ist. «Das Fernsehen ist eine der wichtigsten Stellschrauben, die wir haben. Die Reichweitenstärke der ARD ist zwar fast ein Selbstläufer. Aber wenn man ein Produkt bauen will, muss das Drumherum passen.» Dinge wie die Sendezeit, 30 Minuten gibt es für die Vorberichterstattung, 15 Minuten Nachlauf für Analysen. Sat.1 will vor den Rennen dramaturgisch auf den Lauf hinarbeiten, die Köpfe unter den Helmen zeigen.

Hinzu kommt die oft genannte Cross Promotion. Heißt: DTM-Fahrer in allen möglichen Formaten der Sendergruppe. «Wir haben in der Sendergruppe mit SAT.1, ProSieben, kabel eins, sixx, und wie sie alle heißen, verschiedene Plattformen, auf denen wir die Fahrer in ihrer ganzen Bandbreite vorstellen können. Ich freue mich zum Beispiel auf hoffentlich viele Fahrer im Frühstücksfernsehen. Die müssen dann zwar früh aufstehen, aber dann lernen wir sie auch da mal ohne Helm kennen. Wir wollen mit den Fahrern mitleiden, uns mitfreuen, darauf kommt es am Ende an. Ein Rennen werden wir nicht anders übertragen, als das früher auch der Fall war. Am Ende ist es ein Autorennen. Aber, das ganze Drumherum versuchen wir mit viel Leidenschaft rüberzubringen», sagte Matthias Killing dtm.com.

Berger weiß, dass er mit Verlusten rechnen muss. Auch wenn der letzte Schnitt von 0,89 Millionen Fans schon nicht berauschend war, dürfte es schwierig werden, den mit Sat.1 zu erreichen. Aber es geht ja sowieso mehr um die Zielgruppe.

«Auch wenn es hier und dort vielleicht auch etwas schwieriger werden wird: Da, wo wir in der Vergangenheit immer etwas schwach aufgestellt waren, sind wir mit Sat.1 sehr gut aufgestellt. Und das ist etwas, das die Serie stärkt», so Berger, der betonte: «Die Truppe sprüht vor Emotionen und Kraft, und das brauchen wir.»

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