DTM-Krimi: «Darum lieben wir den Norisring»

Von Otto Zuber
DTM
Edoardo Mortara

Edoardo Mortara

Starkes Mannschaftsergebnis für Mercedes: Zum zweiten Mal an diesem Wochenende fünf Fahrer in den Top-10. Edoardo Mortara erzielt mit Platz zwei sein viertes Podium auf dem Norisring und das 25. in seiner DTM-Karriere.

Spektakulärer Abschluss im zweiten Rennen beim Saisonhighlight auf dem Norisring: Edoardo Mortara und Daniel Juncadella erzielen für das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team ein Doppel-Podium. In einem bis zur Zielflagge hart umkämpften Rennen sicherte sich Edoardo mit Platz zwei seinen zweiten Podestplatz an diesem Wochenende. Nach seinem Sieg am Samstag fuhr er sein viertes Podium auf dem Norisring ein. Damit stand er zum insgesamt 25. Mal in seiner DTM-Karriere auf dem Treppchen.

Sein Teamkollege Daniel Juncadella durfte schon am Vormittag jubeln, als er sich im zweiten Qualifying seine erste Pole Position in der DTM sicherte. Es war die 20. für Mercedes-AMG auf dem Nürnberger Stadtkurs und die 132. in der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke. Danach führte er das Rennen zeitweise an und erzielte in seinem 64. DTM-Rennen sein erstes Podium in der Tourenwagenserie.

Gary Paffett beendete den achten Saisonlauf nach einem Rennen mit vielen harten Zweikämpfen auf Platz 13. Mit 99 Punkten führt er weiterhin die Fahrerwertung an. Neuer Zweiter in der Gesamtwertung ist Edoardo Mortara, der mit 93 Zählern sechs Punkte hinter Gary auf Rang zwei liegt. Mit Paul Di Resta (Platz fünf) und Lucas Auer (Platz sechs) liegen noch zwei weitere Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in den Top-6 der Meisterschaft.

Stimmen zum Rennen

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien): Unglaublich, erst der Sieg gestern und dann heute noch ein zweiter Platz. Das ist spitze. Speziell nach so einem super spannenden Rennen. Ich bin von P5 gestartet und habe schon nach der ersten Runde meinen Boxenstopp absolviert. Das war sicherlich schwierig mit den Reifen, aber das Auto war heute viel besser und alles ist gut gegangen. Es ist aber noch zu früh, um über die Meisterschaft nachzudenken. Es stehen noch viele Rennwochenenden an. Dieses Wochenende ist es super gelaufen und ich hoffe, dass ich in dieser Saison noch mehr solcher Tage erleben werde. Dann sehen wir weiter. Gratulation auch an Marco (Wittmann). Ich habe alles gegeben, aber er hat einen super Job abgeliefert. Aus Sicht unseres Teams war es ein klasse Wochenende.

Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien): Ich bin mit dem Tag heute auf jeden Fall zufrieden. Ich habe endlich meine erste Pole Position eingefahren und das auch noch bei einem der Highlights des Jahres auf dem Norisring. Nach so vielen Jahren war das ein super Gefühl. Mein Auto war heute wahnsinnig stark, dafür muss ich meinem gesamten Team danken. Auf dieser Strecke kann im Rennen alles passieren. Hier ist es einfach, zu überholen und gleichzeitig ist es nicht gerade leicht, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Nach meinem Stopp hatte ich ein paar Schwierigkeiten und musste die Führung an Marco (Wittmann) abgeben. Er war mega-schnell unterwegs und auch Edo war sehr gut. Am Ende war meine Pace wieder besser, aber die letzten zehn Runden sind immer mit ein bisschen Risiko verbunden. Aber ich bin mit P3 zufrieden, nächstes Mal stehe ich dann hoffentlich ganz vorne.

Lucas Auer (23 Jahre, Österreich): Nach dem Start lief es richtig gut für mich und ich lag auf Platz zwei. Deshalb ist ein fünfter Platz für mich nicht zufriedenstellend. Andererseits ist jeder Punkt wichtig, so gesehen nehme ich die Zähler für P5 gerne mit. Jetzt müssen wir das Wochenende genau analysieren. Gestern war ich mit dem siebten Platz relativ happy, da ich mir im Rennen etwas schwergetan habe. Aber heute war ich besser in Form und hatte die Pace für ein Topergebnis. Leider hat es nicht ganz dafür gereicht. Aber die Formkurve zeigte an diesem Wochenende nach oben und das ist in der DTM nicht einfach zu erreichen. Mein Team hat einen Mega-Job abgeliefert und rund um die Uhr hart dafür gearbeitet.

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland): Heute ging es ein bisschen auf und ab. Mit Platz sechs haben wir nicht alles herausgeholt, aber ich bin kein großer Fan dieser Strecke. Entsprechend ist es gut, dass wir in der Meisterschaft noch dabei sind. Jetzt freue ich mich darauf, wieder auf permanenten Strecken zu fahren, die mir vielleicht etwas besser liegt. Alles in allem war es für mich ein vernünftiges, aber kein großartiges Wochenende. Im Rennsport kommt es manchmal darauf an, in jedem Rennen Punkte mitzunehmen - das kann den Unterschied ausmachen und genau das haben wir bislang in dieser Saison geschafft.

Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland): Leider erneut ein schwieriger Tag für mich. Ich hatte noch immer die gleichen Probleme wie gestern. Heute hatte ich im Rennen aber etwas Glück mit der Strategie. Vielen Dank an mein Team, sie haben dabei einen sehr guten Job gemacht. Somit konnte ich noch ein paar Punkte mitnehmen. Trotzdem war es für mich ein unzufriedenstellendes Wochenende. Jetzt müssen wir die Daten auswerten und sehen, wie wir uns verbessern können, damit wir in Zandvoort wieder auf dem gleichen Speed sind wie die anderen.

Gary Paffett (37 Jahre, England): Das war leider nichts. Der Start war noch okay, aber dann lief ich auf einige Autos auf, die schon gestoppt hatten. Mein Boxenstopp lief nicht ganz rund und ich kam hinter Timo heraus. Ich habe mehrmals versucht, ihn zu überholen. Aber er hat mich immer in die Mauer gedrückt. Damit war das Rennen für mich gelaufen. Ich fand das teilweise nicht unbedingt fair von Timo. Damit hatte ich nach dem großartigen Rennen in Hockenheim nicht gerechnet.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef: Das war ein unfassbares Finish. Genau darum lieben wir den Norisring. Leider haben wir es nicht geschafft, heute den 20. Sieg in Nürnberg einzufahren, aber es war für die Zuschauer sicher ein super Rennen. Alles in allem war es ein sehr erfolgreiches Wochenende für uns. Glückwunsch an die ganze Mannschaft.


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