DTM: Wie wichtig ist den Fahrern der «Trostpreis»?

Von Andreas Reiners
DTM
Paul di Resta

Paul di Resta

Trostpreis. Goldene Ananas. Man kann es nennen, wie man will: Als DTM-Fahrer zählt nur die harte Währung. Titel also. Siege auch noch. Podiumsplätze. Pokale also, die man sich irgendwo hinstellen, anschauen kann.

Den ganz großen Pokal wird sich 2018 wohl ein Mercedes-Fahrer in die Vitrine stellen können. Vor den Saisonrennen 15 und 16 von 20 am Nürburgring führt Paul di Resta mit 186 Punkten vor Gary Paffett (176) und Edoardo Mortara (138).

Es gibt nicht mehr viele, die gegen die Stuttgarter setzen, vor allem, weil der Mercedes auf allen Strecken schnell ist. Und: Alles in allem ist die Marke mit dem Stern der erfolgreichste Hersteller auf dem Nürburgring: Seit dem Werksdebüt in der Saison 1988 gewann das Team nicht weniger als 32 Rennen auf dem Ring.

Marco Wittmann ist als Vierter erster Verfolger, der nicht in einem Mercedes sitzt. Der BMW-Pilot hat 112 Zähler auf dem Konto, demnach 74 weniger als der Spitzenreiter. Aus dem Audi-Lager ist Champion René Rast der beste Fahrer, er fuhr in den letzten fünf Rennen zwar dreimal auf das Podium, hat 93 Punkte und mit einem ebenso großen Rückstand im Grunde keine Chance mehr, den Titel zu verteidigen.

Aber: Sowohl Wittmann und Rast sind bei BMW und Audi der Maßstab, lassen immerhin dort fünf Teamkollegen hinter sich. Wie wichtig ist einem Fahrer dieser inoffizielle «Titel»?

«Man will immer seine beste Leistung bringen und jeden schlagen. Im Team selbst der Beste zu sein ist wichtig, weil man die Leute schlägt, die mit demselben Material unterwegs sind. Es ist auch gut fürs Selbstbewusstsein und für die Zukunft. Das eröffnet einem bessere Chancen und Alternativen», sagte Rast.

Für Wittmann ist es das ultimative Ziel, «ganz oben zu stehen und den Titel einzufahren. In erster Linie misst du dich aber auch mit deinen Teamkollegen. Das hat immer einen großen Stellenwert, wenn du das Jahr als bester Mann abschließt, weil du mit demselben Paket unterwegs warst».

Und di Resta? «Das ist immer wichtig, du hast das gleiche Auto. Du arbeitest mit deinen fünf Teamkollegen das ganze Jahr über zusammen in der DTM, um das Auto weiter zu entwickeln. Natürlich willst du derjenige sein, der der Beste ist. Es geht ja auch um deine Zukunft innerhalb des Teams», so der Schotte. Er hat als Gesamtführender aber sowieso die harte Währung im Blick.

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