Premiere: Das ist der Aston Martin Vantage DTM

Von Andreas Reiners
DTM

Die Katze ist endlich aus dem Sack: Der neue Aston Martin Vantage DTM hat sich erstmals auf der Strecke gezeigt. Von Dienstag bis Donnerstag absolviert R-Motorsport die ersten Testfahrten.

Aston Martin hat die Hüllen fallen lassen: Am Montag drehte der Vantage DTM in Jerez seine ersten Runden. Die Streckenpremiere fand beim Rollout im Vorfeld der gemeinsamen Testfahrten mit Audi und BMW statt.

Routinier Paul di Resta saß in dem Boliden, der nach nur 90 Tagen Entwicklungs- und Bauzeit seine Feuertaufe erfolgreich bestanden hat. Der Schotte drehte sechs Runden, ehe von Dienstag bis Donnerstag das intensive Testprogramm über die Bühne geht.

«Das Auto fühlte sich gleich von Beginn gut an», beschrieb di Resta seine ersten Fahreindrücke im Aston Martin Vantage DTM. «Das Team hat einen unglaublich guten Job gemacht, in so kurzer Zeit ein so schönes und hervorragend fahrbares Rennauto auf die Rennstrecke zu bringen. Beim Roll-Out hat alles perfekt funktioniert und ich hatte gleich ein gutes Gefühl im Auto. Ich freue mich schon auf den ersten Testtag.»

Die Verantwortlichen haben ohne Frage ganze Arbeit geleistet, vor allem das frühere Mercedes-Werksteam HWA, das die Entwicklung und den Bau der vier geplanten Boliden übernommen und in Rekordzeit gestemmt hat. Optisch trägt der Bolide die Silhouette des Vantage, hinzu kommen das «China Grey» und das «Flugplatz Blue» des Einsatzteams R-Motorsport.

Technisch werden die Boliden nach dem neuen Class-One-Reglement gebaut. Bedeutet: Der Vantage hat einen Vierzylinder-Turbomotor mit mehr 600 PS, der ebenfalls von HWA entwickelt und gebaut werden musste. Das Aggregat mit zwei Litern Hubraum ist als Frontmittelmotor hinter der Vorderachse eingebaut.

Hinzu kommt: Entsprechend der Vorgaben des DTM-Reglements musste der Aston Martin im Vergleich zu den Maßen des Serienfahrzeugs in der Länge, Breite und Höhe angepasst werden. Der Vantage DTM ist somit 4730 cm lang, 1950 cm breit und 1280 cm hoch.

R-Motorsport-Teamchef Dr. Florian Kamelger zieht eine erste Bilanz: «Das Technikteam hat eine grandiose Leistung erbracht. Es ist ein DTM-Rekord, dass der Aston Martin Vantage in weniger als 100 Tagen auf die Rennstrecke gebracht wurde. Das Fahrzeug ist obendrein optisch ein Hingucker, ein besonders schönes DTM-Auto. Die ersten Fahreindrücke von Paul sind vielversprechend. Jedoch haben wir noch viel Arbeit bis zum Saisonstart in Hockenheim vor uns, die wir jetzt in dem Bewusstsein angehen, dass die Basis des Autos schon einmal stimmt.»

Di Resta wird das Testprogramm am Dienstag und Mittwoch beginnen, bevor Jake Dennis am Donnerstag und Ferdinand von Habsburg am Freitag ins Lenkrad des Aston Martin Vantage DTM greifen.


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