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DTM-Neustart: Wie geht es bei Aston Martin weiter?

R-Motorsport hat sich von HWA getrennt, wird sich für 2020 neu orientieren. R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger über neue Partner, das Budget und die Anzahl der Autos.

DTM

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Florian Kamelger denkt kurz nach. Nicht lange, dann fällt bei der Frage, was er 2020 anders machen will, die Wahl auf seine Mitarbeiter. Die hatte er bereits die ganze Saison über gelobt, motiviert, angetrieben, weil sie durch den kurzfristigen Einstieg unter einem besonderen Druck und einer extremen Belastung standen. Es ist nun nicht so, als sei R-Motorsport-Teamchef Kamelger als Despot bekannt. Im Gegenteil. Trotzdem glaubt er, dass da noch mehr geht.

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"Ich habe gelernt, wie sehr alles von den Leuten um einen herum abhängt", sagte er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir werden uns 2020 noch stärker mit dem Team beschäftigen und noch mehr darauf fokussieren. Das Team entscheidet Situationen, zum Guten und Schlechten."

Vor allem dann, wenn es so schwierig ist wie 2019, mit der Aufholjagd, vielen Ausfällen, zahlreichen technischen und sportlichen Problemen. Dann können Kleinigkeiten eine Menge ausmachen, für dringend benötigte Erfolgserlebnisse sorgen.

Hinzu kommt: Nach der Trennung von Technikpartner HWA wird es ja auch personelle Neuerungen geben, neben neuen Motoren benötigt man auch Ersatz für das HWA-Team, das einen wichtigen Teil des DTM-Projekts ausgemacht und den Einsatz an der Strecke gestemmt hat.

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"Die letzten Monate waren eine Erfahrung für uns alle, die wir vorher so noch nicht gemacht haben. Es gab im Laufe der ersten Saison Schwierigkeiten, die wir zum Großteil aber gemeistert haben. Wir hätten ein wenig mehr Rennen zu Ende fahren sollen. Trotzdem war es eine spannende und gute Reise", sagte Kamelger.

Und betonte den Knackpunkt, um den sich alles dreht: "Ich freue mich jetzt auf die neue Herausforderung."

Die Gesamtsituation heruntergebrochen auf ein Wort.

Herausforderung.

Denn nach der Trennung von Technikpartner HWA in der DTM steht Aston Martin mit R-Motorsport vor einer Art Neustart. Wie neu, wie problematisch, mit wem, ja, wie genau – das will Kamelger zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertiefen. Viele Gerüchte machen die Runde: Ein Honda-Motor und ein englisches Team, Verhandlungen mit Audi, der BMW-Motor.

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Kamelger hält sich bedeckt. "Die neue Situation ist kein Problem, sondern eine Schwierigkeit, die es zu meistern gilt. Wir wollen uns weiterentwickeln und haben dafür den Weg gewählt, den wir jetzt gehen", sagte Kamelger: "Wir geben unser Motorsport-Programm für 2020 in der nächsten Zeit bekannt. Von unserer Seite aus sieht es gut aus, wir haben einen soliden Plan und gute Partner, mit denen wir die Saison planen."

Die ganze Herausforderung bestehe darin, aus der Saison zu lernen und für die neue Saison gewappnet zu sein, so Kamelger: "Ich weiß nicht, ob es mit den neuen Partnern schwerer als bisher wird. Sicher ist: Es wird schwer, aber das wäre es auch gewesen, wenn wir den Weg weitergegangen wären, um ein homologiertes Auto schneller zu bekommen", sagte er.

Denn das wäre die einzige Möglichkeit gewesen, mit HWA weiterzumachen. Durch die Homologation wäre es irgendwas zwischen extrem schwierig und fast unmöglich gewesen, den Rückstand auf die Konkurrenten Audi und BMW aufzuholen.

Oder durch eine Öffnung der Homologation etwas zwischen extrem teuer und unbezahlbar.

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Für R-Motorsport keine Option, weshalb es unter anderem auch zu der Trennung kam. Sparen wolle er immer, betonte Kamelger: "Wir wollen auf jeden Fall effizienter werden. Teile des Budgets werden kleiner werden, davon bin ich überzeugt, aber von der Größenordnung her sind wir trotzdem in etwa dort, wo wir 2019 waren."

Komplett kopflos ist das Ganze nicht passiert, was angesichts der Verantwortung für ein 20-Millionen-Projekt auch verantwortungslos wäre. Kamelger klingt dann auch optimitisch. "Wir haben etwas in petto. Und es stimmt mich zuversichtlicher als mit der bisherigen Konstellation, was die Zukunft betrifft, sonst hätten wir es so nicht gemacht", so Kamelger: "Es ist das Ziel, besser zu sein als dieses Jahr. Es geht darum, das Paket zu optimieren und kontinuierlicher dort in den Ergebnislisten aufzutauchen, wo wir 2019 zu selten waren", so der Teamchef weiter.

Auf die Frage, ob die Neuausrichtung einen Einfluss auf die Antahl der Autos hat, sagte er: "Im schlimmsten Fall kann das passieren, aber davon gehe ich nicht aus. Ich weiß, dass vier Autos die für uns aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus beste Zahl ist. "

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