DTM Testfahrten: Eng im BMW furios, Jones muss passen

Von Andreas Reiners
DTM

Die DTM hat am Montag die Testfahrten auf dem Nürburgring offiziell eingeläutet. Zum Auftakt fuhr Philipp Eng im BMW die Bestzeit.

Rasanter Start in die DTM-Testwoche: Philipp Eng schnappte sich zum Auftakt der Testfahrten auf dem Nürburgring gleich mal einen Rekord!

Der BMW-Pilot stellte am Montag in 1:19,204 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. Er unterbot die 2019 von Meister René Rast aufgestellte Bestmarke um 0,438 Sekunden (1:19,642 Minuten).

«Grundsätzlich ein großes Lob an diejenigen, die ein solches Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt haben und dass wir hier offiziell testen können. Super, wieder in die Garage zu kommen, Benzin zu riechen. Ein guter Tag, bin gut zurechgekommen. Wir sind mit unseren Hausaufgaben fertig geworden», sagte Eng.

Dahinter reihte sich ein Quartett im Audi RS 5 DTM ein: Robin Frijns fuhr in 1:19,214 Minuten nur unwesentlich langsamer als Eng. Dritter wurde WRT-Pilot Ferdinand Habsburg, der wiederum Mike Rockenfeller und Rast hinter sich ließ.

«Nach einem halben Jahr wieder im DTM Auto zu sitzen, ist natürlich sehr besonders. Ich habe mich aber gleich wieder wie zuhause gefühlt. Das ist wie Fahrradfahren – das verlernt man nicht», so Rast.

Neun Fahrer waren am Montag unterwegs, darunter auch Sheldon van der Linde und Marco Wittmann (beide BMW), die sich auf den Plätzen sechs und sieben einreihten. WRT-Rookie Fabio Scherer wurde Achter.

Ebenfalls auf der Strecke war Formel-1-Pilot Robert Kubica, der 2020 für das BMW-Kundenteam ART Grand Prix in der DTM fährt. Er drehte 123 Runden, war in 1:20,6519 Minuten aber deutlich langsamer als die Spitze. «Zurück auf der Rennstrecke zu sein, seine Leidenschaft nach dem Lockdown wieder leben zu können, ist etwas Besonderes. Es wird meine erste Saison in der DTM, und ich muss viel Lernen: das Auto, die Abläufe», sagte Kubica.

Die Bestzeiten der Fahrer wurden ausnahmslos in der Session am Vormittag aufgestellt. Die meisten Runden über den Tag spulte Audi ab, Rockenfeller (198), Rast (194) und Frijns (193) näherten sich der 200er-Marke.

Müssen gleich zwei Fahrer passen?

Die DTM hat für die Testfahrten zwar ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt, das ständig angepasst wird. Die Coronakrise beeinflusst die Testfahrten trotzdem, denn der dritte WRT-Fahrer muss passen: Neuling Ed Jones steckt in seiner Heimat Dubai fest und schafft es nicht rechtzeitig in die Eifel.

Ein ähnliches Problem hat auch BMW: Die Münchner müssen möglicherweise auf Neuzugang Jonathan Aberdein verzichten, der in Südafrika festhängt. Bei ihm besteht noch die leise Hoffnung, dass er rechtzeitig anreisen kann.

Während Jones zumindest bei den Tests im Dezember erstmals im WRT-Audi sitzen konnte, hat Aberdein im BMW noch keine Erfahrungen sammeln können.

Tests noch bis Donnerstag

Die viertägigen Testfahrten auf dem Nürburgring sind die Generalprobe für die neue Saison, die am 1./2. August im belgischen Spa starten soll. Getestet wird weiterhin am Vormittag von 8.30 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr.

Das Ergebnis, kombiniert vormittags und nachmittags 

01. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, 1.19,204 Min.
02. Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.19,214 Min.
03. Ferdinand von Habsburg (AUT), Audi RS 5 DTM, 1.19,311 Min.
04. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,359 Min.
05. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,406 Min.
06. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, 1.19,511 Min.
07. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, 1.19,890 Min.
08. Fabio Scherer (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.20,117 Min.
09. Robert Kuica (POL), Audi RS 5 DTM, 1.20,519 Min.


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