Wolff: «Berger kann ein neues Format schaffen»

Von Andreas Reiners und Gerhard Kuntschik
DTM
Toto Wolff

Toto Wolff

Die DTM steht vor einer ungewissen Zukunft. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vertraut auf Gerhard Berger, dass der 60-Jährige eine Lösung finden kann.

Wie geht es mit der DTM weiter? Geht es überhaupt weiter? Falls ja, in welcher Form. Mit diesen Fragen beschäftigt sich DTM-Chef Gerhard Berger seit dem angekündigten Ausstieg von Audi nach der Saison 2020.

Im Moment geht es vor allem darum, inmitten der Coronakrise die Saison 2020 ordentlich über die Bühne zu bringen. Die Testfahrten auf dem Nürburgring konnten Anfang Juni dank eines detaillierten Infektionsschutzkonzepts ohne Probleme durchgezogen werden.

Der Kalender steht mit neun Events zwischen August und November ebenfalls, Startschuss ist am 1. August in Spa. Die Serie ist mit Audi, BMW und den Kundenteams WRT und ART sowie insgesamt 16 Autos startklar.

Ralf Schumacher sagte jetzt bei SPEEDWEEK,com, dass er aktuell keine Zukunft für die DTM sieht.

Ein alter Mitstreiter hat etwas mehr Hoffnung. «Wenn es 2021 eine DTM gibt, dann in anderer Form. Ich glaube, dass Gerhard (ITR-Chef Berger, Anm.) ein neues Format schaffen kann. Wenn einer den Karren aus dem Dreck ziehen kann, dann Gerhard», sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff SPEEDWEEK.com.

Er gibt zu: «Wir haben uns bei Mercedes auf die Plattformen Formel 1 und Formel E festgelegt, deshalb habe ich nicht mehr den tiefen Einblick.»

Viel diskutiert wird eine GT3-Alternative. Berger sagte dazu am Nürburgring: «Es gibt nicht viele Reglements außerhalb der Class 1. Man kommt am Ende auf die GT3-Autos. Es ist eine andere Philosophie mit dem Balance-of-Performance-System. Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber es ist im Moment nicht möglich zu sagen, ob das die Probleme der Zukunft löst. Es gibt andere Dinge, die wir zuerst lösen müssen».

Audi setzt in Zukunft verstärkt auf die Formel E. Ähnlich wie auch Mercedes, die Stuttgarter stiegen deshalb 2018 aus der DTM aus.

Wolff: «Die Formel E wird stark gepusht, sie ist eine interessante, neue Plattform, die mehr Event- und Lifestylecharakter hat als das reine Racing».

Ein Selbstläufer ist die Elektrorennserie deshalb noch lange nicht, wie der Österreicher weiß: «Sie ist Lichtjahre entfernt von einer Reichweite der Formel 1. Die aktuelle Situation macht die Lage der Formel E mit den Rennen in den Städten ganz, ganz schwierig.»



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