Green siegt in letzter Kurve

Von Guido Quirmbach
DTM
Erneuter Norisring-Sieg für Jamie Green

Erneuter Norisring-Sieg für Jamie Green

Jamie Green verhindert mit einem sensationellen Schlussspurt einen BMW-Doppelsieg.

Grossartiges DTM-Rennen auf dem Norisring: Nach vielen sensationellen Positionskämpfen, zur Freude der Fans auch mit viel Lackaustausch, fiel die Entscheidung erst in der letzten Kurve.

Mercedes-Pilot Jamie Green holte in der letzten Viertelstunde mehr als zehn Sekunden auf das BMW-Duo von Martin Tomczyk und Bruno Spengler, schnappte sich dann in der letzten Kurve noch den amtierenden Champion und holte sich seinen vierten Sieg am Norisring.

Auf der während des ganzen Rennens nassen Piste belegte Gary Paffett den vierten Rang, nachdem er in der ersten Kurve unschuldig in eine Kollision verwickelt wurde.

Bitter das Rennen von Audi: Mit Mike Rockenfeller als Sechster schaffte es nur ein Fahrer der Ingolstädter in die Top-10.

So lief das Rennen:

Nach zwei Einführungsrunden gab es einen regulären Start auf der nassen Piste. Farfus, Ekström und Green sind sich in der ersten Kurve nicht einig, Green trifft dann auch noch Paffett. Riesenchaos, wobei es Ekström am übelsten trifft, sein Audi ist zu beschädigt, er fällt aus, der Rest weit zurück. Ekström gibt Farfus die Schuld: «Es gibt auch im Profisport Amateure!»

Gewinner des Startchaos ist Ralf Schumacher, der unbeschadet durch die erste Ecke kommt und vor Tomczyk und Spengler die Führung übernimmt. Trotz Drängen des amtierenden Meisters kann Schumacher die Führung behalten.

Regenrennen tun auch der DTM gut, überall gibt es heisse Positionskämpfe. Besonders im Mittelfeld duellieren sich Paffett, Mortara und Scheider, wobei die Autos beider Audi-Piloten beschädigt sind. Paffett fährt meisterlich und ohne unnötiges Risiko und ringt letztlich beide nieder.

Nach 15 Runden gibt Farfus auf, während man bei BMW generell mit neuem Regen rechnet. An der Spitze rollt Schumacher aus, der Wagen fängt sich aber wieder, er fällt auf Rang 4 zurück. Somit führen mit Tomczyk und Spengler zwei BMW, Green ist bester Mercedes auf Rang 3, der beste Audi ist auf Rang 6 Mike Rockenfeller.

In Runde 22 macht Paffett gleich vier Ränge gut. Hand, Albuquerque und Merhi überholt er, Wickens bekommt das Kommando, den Tabellenführer vorbeizulassen. Er liegt nun auf Rang 10.

Timo Scheider hat nichts mehr zu verlieren und wechselt auf Rang 16 liegend in Runde 26 auf Slicks. Green ist inzwischen im Windschatten von Spengler.

Es beginnt wieder mit Leader Tomczyk zu seinem ersten Stopp. Auch Spengler und Green haben die ersten Stopps absolviert, die Reihenfolge bleibt unverändert.

Nach 44 Runden führt Paffett, der als einziger Pilot noch nicht gestoppt hat. Schumacher hingegen hat Pech, sein Auto stirbt immer wieder ab. Er gibt auf.

In Runde 50 war Paffett noch immer nicht an der Box, ist aber trotz der alten Reifen der schnellste auf der Strecke.

In Runde 56 kommt Paffett zum ersten Stopp, der zweitplatzierte Tomczyk kommt zum zweiten Stopp.

Vietoris nimmt sich Slicks, Paffett will lieber wieder Regenreifen und holt sich drei Runden später den zweiten Satz ab.

Spengler kommt in Runde 62 und geht ganz knapp hinter Tomczyk wieder raus.

Der drittplatzierte Mercedes von Green holt in grossen Schritten auf die BMW auf, doch bei ihm könnte die Zeit ausgehen, das Rennen ist von zum Zeitrennen erklärt worden. Nach 70 Runden sind noch 7 Minuten zu fahren.

Vier Minuten vor dem Ende hat Green die beiden BMW direkt vor sich, noch zwei Sekunden trennen ihn.

Zwei Minuten vor dem Ende bremst Green Spengler vor der Dutzendteich-Kehre aus. Zwei Runden hat er nun noch Zeit, sich auf Martin Tomczyk zu werfen. Und holt sich den Sieg in der letzten Kurve!

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