BMW-Pilot Glock: «Kratze so langsam an 90 Prozent»

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Glock

Timo Glock

Die erste Zwischenbilanz seiner DTM-Karriere fällt bei Timo Glock positiv aus. Ein schöner Nebeneffekt: Er sieht keine blauen Flaggen mehr.

Timo Glock muss nicht lange überlegen, ehe er sich auf eine Zahl festlegt. Die Zwischenbilanz nach den ersten vier DTM-Rennen seiner Karriere? Definitiv positiv. «Ich kratze so langsam an 90 Prozent. Ich merke, dass ich von Rennen zu Rennen mehr Schritte nach vorne mache und lerne. Ich arbeite mich so langsam hoch», sagte der BMW-Pilot im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. In weiteren Zahlen ausgedrückt: 15 Punkte stehen nach einem dritten Platz in Spielberg auf der Habenseite.

Eigentlich hatte der 31-Jährige Resultate in den Punkterängen erst im späteren Verlauf der Saison eingeplant. Nach seinem Wechsel von der Formel 1 in den Tourenwagen war Glocks «Problem» stets die Gewöhnung an den im Gegensatz zu einem Formel-1-Auto schwereren und langsameren DTM-Boliden gewesen. «Mit dem Highlight in Spielberg habe ich gemerkt, dass ich den Speed habe und mich im Auto wohler und wohler fühle», so der Odenwälder.

Keine blauen Flaggen mehr

In der Formel 1 war Glock mit dem technisch unterlegenen Marussia-Team dem Feld stets hinterher gefahren. In der DTM hat Glock bei Titelverteidiger BMW das richtige Paket, um konkurrenzfähig zu sein und regelmäßig vorne mitfahren zu können. Ein weiterer Pluspunkt: «Ich bin froh, die blauen Flaggen nicht mehr sehen zu müssen.» Hätte er denn seine bisherige Bilanz vor der Saison so unterschrieben? «Das Podium hätte ich nicht unterschrieben. Den Speed und die Lernkurve allerdings schon», so Glock.

Zum Saisonauftakt in Hockenheim hatte Glock nach einem verpatzten Boxenstopp sein Hinterrad verloren und war ausgeschieden. In Brands Hatch warf eine Kollision mit Mercedes-Pilot Roberto Merhi seine Taktik über den Haufen und verhinderte früh eine mögliche Fahrt in die Punkte. Dann folgte der Husarenritt auf das Podium in Spielberg, ehe in der Lausitz BMW durchweg vom Training bis zum Rennen nicht aussortiert war.Ein Rückschlag für den bis dahin so dominierenden Champion BMW? «Rückschlag würde ich das nicht nennen. Die Streckencharakteristik hat nicht gepasst. Das war ein kleiner Weckruf für uns», sagte Glock und fügte hinzu: «Wir können das Auto zwischen Training und Qualifying nicht mehr von links nach rechts drehen.»

Der Grund ist der neue Zeitplan mit dem Wegfall des freien Trainings am Freitag. Ein Dauerthema, zu dem Glock immer noch die gleiche Meinung hat. «Der Freitag würde mir sehr gut tun. Das macht es aber auch spannend, was wir ja auch erreichen wollten. Man kann alle Fahrer und Teams fragen, die wollen alle Freitag fahren. Aber es gibt eben auch ein paar Punkte, die dagegen sprechen. Weniger Kosten, mehr Action – ich kann es nicht entscheiden. Wenn ich es entscheiden könnte, würde ich freitags auch fahren», so Glock.

Die Aussichten für den Norisring: Lernen vom Lausitzring. Dort kam BMW mit den zahlreichen Bodenwellen nicht zurecht. Auch auf dem Stadtkurs gibt es davon einige. «Aber wir haben Möglichkeiten und wissen, wie wir das Auto verbessern können. Ich bin mir sicher: Wir bekommen das in den Griff und können dann wieder vorn bei der Musik sein», so Glock.

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