Gefängnis! Antonio Pizzonia (Williams-BMW, Jaguar) in Texas verhaftet
Der frühere Formel-1-Fahrer Antonio Pizzonia (45) steckt in Schwierigkeiten: Der einstige GP-Pilot in Diensten von Jaguar und Williams sass nach einem Vorfall nahe Houston (Texas) hinter Gittern.
Der Brasilianer Antonio Pizzonia muss sich in den USA wegen Tätlichkeit und versuchter Körperverletzung verantworten. Wie das Boulevard-Klatschportal TMZ als Erste berichtet hat, kam es am 10. Januar beim Speedsportz Racing Park unweit Houston (Texas) zu einem Vorfall. Der frühere Formel-1-Fahrer Pizzonia (2003 bis 2005 für Jaguar und Williams-BMW) am Start verfolgte dort das Kart-Geschehen, mit seinem Sohn gleichen Namens auf der Bahn.
TMZ zeigte Handy-Bilder von Pizzonia senior, der mit einer Art Karate-Tritt auf einen Mann losgeht. Daraufhin wurde der Formel-1-WM-15. von 2004 verhaftet, befindet sich heute aber wieder auf freiem Fuss.
Pizzonia hat sich auf Instagram wie folgt geäussert: «Alle sind wohlauf, und ich bin wieder zuhause. Aber es gab einen Vorfall, auf den ich rückblickend anders hätte reagieren müssen.»
«In jenem Moment hatte ich das Gefühl, dass mein Sohn von einem Erwachsenen eingeschüchtert wird, und ich habe als Vater darauf instinktiv reagiert. Ich bedanke mich bei allen für ihre Unterstützung.»
Es ist nicht bekannt, wieso der andere Mann den jungen Pizzonia bedrängt haben soll. Es ist auch noch nicht klar, ob dieser andere Mann Anklage erhoben hat und sich Pizzonia womöglich vor Gericht wegen Tätlichkeit und versuchter Körperverletzung verantworten muss.
Antonio Pizzonia debütierte 2003 in der Formel 1, konnte sich bei Jaguar aber nicht durchsetzen und wurde nach elf WM-Läufen durch den Briten Justin Wilson ersetzt.
Für die Saison 2004 nahm Williams-BMW Pizzonia unter Vertrag, als Testfahrer. Als Ralf Schumacher wegen Unfallfolgen nicht fahren konnte, rückte Antonio nach und wurde bei vier Einsätzen drei Mal Siebter.
2005 blieb der Südamerikaner im gleichen Rennstall, aber erneut als Reservefahrer, weil er in einer Ausscheidung gegen Nick Heidfeld den Kürzeren gezogen hatte. Pizzoni fuhr 2005 fünf Rennen (Heidfeld nach einem Rad-Unfall verletzt) und wurde ein weiteres Mal Siebter.
Für 2006 fand Pizzonia in der Formel 1 keinen Platz mehr und setzte seine Karriere in verschiedenen anderen Motorsport-Kategorien fort: ChampCar (heute IndyCar), brasilianische StockCars, GT, Auto GP, Langstrecken-WM, Porsche-Cup, F1-Historienserie Boss GP.
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