Gary Paffett (Mercedes): «Definitiv frustrierend»

Von Andreas Reiners
Gary Paffett im Gespräch mit Robert Wickens

Gary Paffett im Gespräch mit Robert Wickens

Es ist und bleibt harte Arbeit: Sowohl für Mercedes, den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen. Als auch für die Piloten, geduldig zu bleiben.

Seinen ersten und einzigen DTM-Titel holte Gary Paffett 2005. Seit 2007 jagt der Brite seinem zweiten Tourenwagen-Titel hinterher. Dreimal wurde er Vizemeister, ansonsten landete er in der Gesamtwertung mindestens in den Top Ten. So weit weg vom Titel wie in diesem Jahr war der 33-Jährige wohl noch nie.

Was in erster Linie natürlich mit den Problemen seines Arbeitsgebers zu tun hat. Mercedes fährt seit Saisonbeginn der Konkurrenz hinterher. Eine schwierige Situation für die Stuttgarter, aber auch für Paffett selbst. Denn realistisch gesehen werde man bis zu den beiden letzten Saisonrennen nur auf der Grundlage der eigenen Performance nicht dazu in der Lage sein, Rennen zu gewinnen, so Paffett: «Bis wir dahin kommen, müssen wir uns mit Punkten begnügen, sofern es nicht wieder außergewöhnliche Bedingungen gibt.»

Wie in Oschersleben bei Regen oder auf dem speziellen Stadtkurs in Nürnberg, wo Mercedes jeweils Siege einfahren konnte. Diese Situation ist jedoch nicht neu, sondern hält bereits seit gut einem Jahr an. «Das ist schon definitiv frustrierend», so Paffett.

Wie sich der Routinier motiviert? Vor allem mit möglichen Besserungen in der Zukunft. Denn Mercedes darf ja bekanntlich nachrüsten. Und Paffett ist sich sicher, dass die Fortschritte kommen werden. Nicht nur durch die Zusatz-Homologation, sondern auch durch personelle Umstrukturierungen (Zum Bericht).

«Die Neuerungen im Team, alle Kräfte im Team und bei Mercedes wurden gebündelt, damit wir das Auto verbessern können, um wieder in die Lage zu kommen, Rennen gewinnen zu können», sagte er und hofft, dass dies schon Ende des Jahres der Fall sein werde. Um den Schwung für «ein tolles Jahr 2015» mitzunehmen. «Im Augenblick geht es aber darum, das Auto schneller zu machen», so Paffett.

Denn der Augenblick zählt. Die Rennwochenenden dienen nebenbei als «Testsessions». Die Mannschaft probiert aus, tüftelt und verbessert. Darauf müsse man sich konzentrieren, so Paffett. Und wenn es noch Punkte gebe, sei das ein Bonus. «Aber wichtiger ist es, Experimente mit dem Auto zu machen und herauszufinden, was wir verbessern können», so Paffett. Der Frust ging für ihn in Spielberg erst einmal weiter: Der Brite landete in den beiden Trainingssessions auf den Plätzen 21 und 22.

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