Wie überführt die DTM Schummeleien beim Sprit?

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Der DMSB kontrolliert den Sprit

Der DMSB kontrolliert den Sprit

Bei der Suche nach zusätzlicher Motorleistung kann Benzin eine ganz wesentliche Rolle spielen. Spezieller Power Sprit ist aber meist nicht nur sehr teuer, sondern auch nicht sonderlich umweltfreundlich.

Deshalb verwendet die DTM seit Jahren normalen Serien-Kraftstoff von ARAL. Damit sich die Teams auch an diese Vorgabe halten, führt der DMSB an den Rennwochenenden aufwendige Kontrollen durch.

Vom DTM-Kraftstoff wird in festgelegten Zeitabständen größerer Mengen eingelagert. Spätestens am Donnerstag vor einem Rennwochenende wird die nötige Menge mit einem Tankzug ins Fahrerlager transportiert. Bevor das Benzin aber für die Teams freigegeben wird, kontrolliert der DMSB. Der lässt sich direkt aus dem Tanker mehrere Proben geben, die dann in einem mitgebrachten Gas-Chromatographen auf 300 Grad erhitzt werden. Auf diese Weise erstellt der DMSB eine Art Fingerabdruck des Sprits.

Im Laufe eines Rennwochenendes steht es dem DMSB zu jeder Zeit frei, eine oder mehrere Spritproben aus den Rennautos zu verlangen. Meist geschieht das nach Training oder Rennen. Das DTM-Reglement schreibt vor, dass die Probe direkt vor den Einspritzdüsen entnommen werden muss.

Damit ist sichergestellt, dass der Kraftstoff aus dem eigentlichen Fahrzeug-Tank und nicht etwa aus einem verbotenen Zusatz-Reservoir kommt. Direkt nach der Entnahme wandern die Proben in den Gas-Chromatographen. Die dort erstellten ‚Fingerabdrücke’ werden mit dem der Tankwagen-Probe verglichen. Stimmen alle überein, ist das Thema erledigt. Kommt es zu Abweichungen wird eine B-Probe analysiert. Ist auch die auffällig müssen die Sportkommissare entscheiden, ob das betreffende Team bestraft werden muss.

Schummeleien mit dem Kraftstoff sind in der DTM aber in den vergangenen zehn Jahren nicht bekannt geworden. Was sich manche Teams aber einfallen lassen, zeigt ein Fall in einer Nachwuchs-Serie. Dort wurde ein Auto bei der Nachuntersuchung entdeckt, das zwei Tanks montiert hatte. In einem schwappte speziell gemixter Power-Sprit, während der andere mit dem vorgeschriebenen Einheitskraftstoff gefüllt war, der über einen versteckten Schalter für die Entnahme der Spritprobe mit dem Entnahmeventil verbunden wurde.

Der Betrug fiel auf, weil ein Mechaniker vergas, die Pumpe im illegalen Tank rechtzeitig abzuschalten. Das surrende Geräusch machte einen der technischen Kommissare stutzig, der daraufhin einen Blick in den Tank warf und seinen Augen nicht traute.

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