DTM: Was macht ein Pilot in der langen Winterpause?

Von Andreas Reiners
DTM
Gary Paffett

Gary Paffett

Die DTM geht im Oktober in die Winterpause, erst im Mai startet traditionell die neue Saison. Was macht ein Pilot in den sechs Monaten?

Die DTM fällt nach dem Saisonende im Oktober in einen mehr als sechs Monate lange andauernden Winterschlaf. Erst am 6. Mai heulen die Motoren zum Auftakt des ersten Events in Hockenheim wieder auf. Immerhin: Vorher gab es Ende Februar erste Testfahrten, wenn in Monteblanco auch nur zehn der 24 Fahrer zum Einsatz kamen. Für den Rest wird es in dieser Woche ernst, wenn ebenfalls in Hockenheim die ersten und gleichzeitig letzten offiziellen Tests anstehen.

Doch was macht ein DTM-Pilot, nachdem im Oktober die letzte Zielflagge geschwenkt wurde? Die Aktivitäten sind von Fahrer zu Fahrer höchst unterschiedlich. Einige absolvieren beispielsweise Gastspiele in anderen Serien, um nicht einzurosten.

SPEEDWEEK.com hat bei Gary Paffett nachgefragt. Der Brite geht 2016 in seine immerhin schon 13. Saison in der Tourenwagen-Serie.
Zunächst finden im Anschluss an das Saisonfinale Besprechungen mit den Ingenieuren statt. Um die Informationen, die man als Fahrer hat, weiterzugeben, sich final auszutauschen. «Was gemacht werden muss über den Winter. Was die Bereiche sind, an denen wir arbeiten müssen und die wichtigsten Dinge, die sie brauchen, um den Plan zusammenzustellen», erklärt Paffett.

Und dann wird pausiert. Zeit mit der Familie verbracht, die Batterien aufgeladen. Paffett selbst wurde zudem im Winter als Simulatorfahrer von Williams verpflichtet. Deshalb arbeitete der Brite auch in dieser Hinsicht während des Winters.

«Ansonsten gibt es immer etwas zu tun. Die DTM ist so eng. Es geht um Hundertstelsekunden. Du musst die Dinge analysieren. Du bist immer im Kontakt mit den Ingenieuren oder dem Team. Du denkst immer darüber nach, wie du das Auto verbessern könntest», sagte Paffett, der selbst sehr perfektionistisch die vergangenen Rennen aufarbeitet und schaut, wo auch er sich verbessern kann, um den kleinen Unterschied zu finden.

«Es ist nicht so, als würdest du weggehen und hättest dann sechs Monate, in denen du gar nichts machst. Du musst an deinem Training arbeiten. Du musst hart daran arbeiten, dich selbst fit zu halten», so Paffett. Der einfachste Weg für einen Rennfahrer, um fit zu bleiben, ist es, das Auto zu fahren. Wenn das nicht geht, müssen andere Sachen herhalten, gerne auch mal andere Sportarten.
Als Mercedes-Fahrersprecher ist Paffett zudem auch intensiv in der Fahrergewerkschaft DTM DA involviert, führt Gespräche, absolviert Meetings, um die DTM als Serie weiter zu entwickeln und gemeinsam mit seinen Kollegen die Fahrerwünsche vorzubringen.

Daneben gibt es natürlich noch Events wie im Fall von Mercedes der Saisonabschluss Stars&Cars oder diverse Sponsorentermine. «Es gibt immer genug zu tun. Es wird nicht langweilig», sagte Paffett.

Natürlich geht es in dem langen Winter wie erwähnt auch darum, fit zu bleiben. Mercedes absolvierte im Februar ein Fitnesscamp in La Manga, zusätzlich stand Paffett in regelmäßigem Kontakt mit seinem Trainer. Das Gewicht besprechen, Vergleiche zum Vorjahr, mögliche Verletzungen und das Programm, um rechtzeitig wieder in Form zu kommen.

«Ich versuche, ein bisschen zu pausieren nach der Saison bis Weihnachten. Du trainierst ein bisschen, aber nicht so hart. Und nach Weihnachten legst du wieder richtig los und versuchst, dich wieder auf das Fitness-Level zu bringen, das du erreichen möchtest», erklärte Paffett. Stück für Stück, um bis zum ersten Event in Hockenheim auf den Punkt fit zu sein.

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