Gary Paffett: Der Mann, der die DTM-Rookies versteht

Von Andreas Reiners
DTM
Gary Paffett

Gary Paffett

Gary Paffett war die logische Wahl. Der Brite war derjenige, der eine ganz besondere Aufgabe zuteil wurde. Paffett wechselte 2015 in das damals neue DTM-Einsatzteam ART.

Der 35-Jährige sollte Aufbauarbeit leisten, seine Erfahrung einbringen. Davon hat Paffett reichlich. Er hat in all den Jahren eine Menge erlebt. Gute Zeiten, wie 2005 mit seinem ersten und bislang einzigen Titelgewinn und vier weitere Vize-Meisterschaften. Aber auch schlechte Zeiten, wie 2014, als er nur 22. wurde.

Und Paffett hatte natürlich erwartungsgemäß auch mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Mit Fehlern, die eine Mannschaft in einer für sie neuen Rennserie eben macht. «Für mich war es ein harter Start bei ART, einem neuen Team. Ich musste viel lernen», sagte Paffett: «Wir hatten unsere Hoch und Tiefs.»

Daneben hatte er auch noch einen zweiten Job: Er kümmerte sich um seinen Teamkollegen, Rookie Lucas Auer. 2016 wird er den nächsten Neuling unter seine Fittiche nehmen. Esteban Ocon ist der neue Teamkollege von Paffett.

Der 19-Jährige macht laut Paffett bereits jetzt einen guten Job. «Er ist sehr wissbegierig und bereit hart an sich zu arbeiten, um sich zu verbessern. Das muss er auch. Gerade der Umstieg vom Formel- ins DTM-Auto ist extrem gewöhnungsbedürftig und mit vielen Umstellungen verbunden», sagte Paffett auf dtm.com.

Der Brite hat schon viele junge und selbstbewusste Typen in die DTM kommen sehen. So wie Ocon auch einer ist. «Er macht derzeit einen sehr starken Eindruck, aber er ist ein Rookie. Und die DTM ist gerade für Rookies ein hartes Pflaster. Wichtig wird für ihn sein, wie er die schlechten Wochenenden wegsteckt. Die erlebt in dieser Serie jeder einmal», sagt Paffett. «Wie verkraftet er es, wenn er ein, zwei Wochenenden hintereinander nach dem Qualifying nur 20. ist? Diese jungen Kerle sind solche Platzierungen aus ihrer bisherigen Karriere nicht gewohnt.»

Wie Auer, dem der eine oder andere Ausrutscher unterlaufen ist, der den einen oder anderen Rückschlag verkraften musste. Lehrgeld, das jeder Neuling zahlen muss. Und wenn es dann mal läuft, entwickelt sich eine gewisse Eigendynamik.

BMW-Mann Tom Blomqvist hatte 2015 ebenfalls einige Schwierigkeiten. Und dann kam Oschersleben, das Auto funktionierte gut, der Brite holt sich die Pole und fuhr im Rennen allen davon. «Und jetzt sieh dir den Typen an. Seine ganze Körpersprache strahlt pures Selbstvertrauen aus – er ist seither auf einem ganz anderen Level unterwegs. Tom hat seine Chance genutzt – ich hoffe Esteban gelingt dies ebenfalls», so Paffett,

«Und wenn es nicht laufen sollte, heitere ich ihn eben auf. Ich bin eine von Grund auf positive und glückliche Person, das sollte mir also nicht schwer fallen.» Eigenschaften von denen sich Ocon bereits selbst überzeugen konnte: «Gary ist einfach ein fantastischer, lustiger Typ, der zudem über so unglaublich viel Erfahrung verfügt. Einfach der perfekte Teamkollege.»

Der Franzose hat seine Ziele klar abgesteckt. «Ich will um Pole-Positions und Rennsiege kämpfen. Und das so schnell wie möglich. Ich meine, meine letzten beiden Titel habe ich als Rookie geholt, dementsprechend hoch sind meine Ziele», so Ocon, der im Jahr 2014 die FIA Formel 3 Europameisterschaft und 2015 die GP3-Serie gewann.

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