Adrien Tambay (Audi): Heiß dank Eis

Von Andreas Reiners
DTM
Vor einem Jahr zog Adrien Tambay von Bregenz in das pulsierende London. Nun hat er auch das Team gewechselt: 2016 startet der Franzose in der DTM erstmals für das Audi Sport Team Rosberg.

Vom Cockpittausch mit Nico Müller verspricht sich Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, frische Impulse für die Karriere von Adrien Tambay. Diese ist im vergangenen Jahr etwas ins Stocken geraten.

«Die Saison 2015 verlief extrem schlecht», sagt der Franzose. «Ich habe sie aber abgehakt und blicke nur noch nach vorn. Ich hatte bei ABT eine sehr gute Zeit und ich bin mir sicher, dass wir 2016 besser hätten abschneiden können. Aber nun bekomme ich einen frischen Start im Audi Sport Team Rosberg. Das Team hat sehr gute Leute. Mit Jamie (Green) komme ich gut klar. Und es ist ein Zwei-Wagen-Team – darauf freue ich mich.»

Tambay möchte an die Saison 2014 anknüpfen, die ihm eine Pole-Position und Podiumsplatzierungen einbrachte. Das große Ziel für 2016 ist der erste Sieg in der DTM. «Ich weiß, dass ich das Potenzial dafür habe», erklärt der Franzose, dessen Vater Patrick Tambay in der Formel 1 aktiv war – unter anderem für Ferrari.

An seinen Vater soll auch die Startnummer 27 auf Tambays schwarzem Speedweek.com Audi RS 5 DTM erinnern. «Mein Vater hat die ‚27‘ damals bei Ferrari von Gilles Villeneuve übernommen. Ayrton Senna, Gilles Villeneuve und mein Vater sind meine großen Idole», erzählt er.

Seinen Lebensmittelpunkt hat Adrien Tambay schon vor der vergangenen DTM- Saison nach England verlegt. «Im Londoner Stadtteil Chelsea habe ich eine tolle Wohnung», schwärmt er. «London ist eine fantastische Stadt für einen jungen Mann wie mich. Ich fühle mich dort wohl.»

Fit hält sich Tambay vor allem mit Radfahren – eine Leidenschaft, die er mit seinem neuen Teamkollegen Jamie Green teilt. «Wir haben uns schon zum gemeinsamen Radfahren an der Côte d’Azur verabredet. Wenn ich in meiner Heimat Frankreich bin, ist Monaco, wo Jamie wohnt, nicht weit entfernt.»

Wie den meisten seiner DTM-Kollegen sind auch Adrien Tambay neun Rennwochenenden zu wenig. «Ich würde in Zukunft gerne das eine oder andere GT3- Rennen für Audi fahren», sagt er. «Ich bin in diesem Jahr bei der Trophée Andros für das Team WRT gestartet. Es ist eines der besten Audi-Teams im GT-Sport, das mich sehr beeindruckt hat. Vielleicht ergibt sich daraus eine Möglichkeit für weitere GT3- Einsätze.»

Die französische Eisrennserie Trophée Andros hat Adrien Tambay im vergangenen Winter viel Selbstvertrauen zurückgegeben. «Ich war mit einem Audi A1 am Start und es lief viel besser als erwartet. Sogar besser als bei meinem viel erfahreneren WRT- Teamkollegen Olivier Panis, der zehn Jahre dabei ist und im Vorjahr Vizemeister war. Das hat mir sehr gutgetan. Die Eisrennen halten mich im Winter auf Touren, denn insgesamt fahren wir in der DTM für meinen Geschmack viel zu wenig.»

Umso besser findet es Tambay, dass in der DTM seit dem vergangenen Jahr zwei Rennen pro Wochenende ausgetragen werden. «Wir sind Rennfahrer – je mehr Rennen wir fahren, desto besser ist es für uns», sagt er. «Und ich denke, das neue Format kommt auch bei den Zuschauern gut an.»

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