Audi in Spielberg: «Wir müssen dem Chaos entgehen»

Von Otto Zuber
DTM
Edo Mortara

Edo Mortara

Edoardo Mortara ist mit einem Sieg in die neue DTM-Saison gestartet. Er liegt als bester Fahrer von Audi auf dem dritten Tabellenrang und gilt als einer der Top-Favoriten für die beiden nächsten DTM-Rennen in Spielberg.

Zur österreichischen Rennstrecke hat Edo eine ganz besondere Beziehung: Zwei seiner bisherigen vier DTM-Siege feierte Mortara auf dem Red Bull Ring (2012 und 2015). Im vergangenen Jahr stand er trotz einer Handverletzung nach beiden Rennen auf dem Podium. Schon zweimal sicherte sich der Audi-Pilot in der Steiermark den besten Startplatz.

«Der Red Bull Ring ist ganz klar eine meiner Lieblingsstrecken in der DTM», sagt der in der Schweiz lebende Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline. «Ich mag die Strecke, aber auch die schöne Umgebung mit den Bergen und der grünen Natur. Ich komme immer wieder gerne nach Spielberg.»

Auch die DTM-Fans lieben den Red Bull Ring. Der pittoresk gelegene Kurs in der Nähe von Graz hat den Ruf, Schauplatz besonders ereignisreicher Rennen mit harten Positionskämpfen und Überholmanövern zu sein. Ausverkaufte Tribünenplätze sind bei der DTM in Spielberg keine Seltenheit.

Auch dieses Mal dürfte das Interesse groß sein, denn nach dem turbulenten und heiß diskutierten Saisonauftakt in Hockenheim sind die Gemüter noch immer erhitzt. «Wie einige Fahrer in Hockenheim gefahren sind, war inakzeptabel», kritisiert Mortara, der im zweiten Rennen am Sonntag kurz nach dem Start umgedreht wurde und die Tabellenführung verlor. Seine Konsequenz daraus für Spielberg und den Rest der Saison: «Wir müssen in der Startaufstellung einfach so weit wie möglich vorne stehen, um dem Chaos im Mittelfeld zu entgehen.»

Diese Erkenntnis hat seit Hockenheim auch Nico Müller. Der mit 24 Jahren jüngste Audi-Pilot holte beim Saisonauftakt die erste Pole-Position in der DTM, das erste Podium und in beiden Rennen Punkte. Müllers Playboy Audi RS 5 DTM hatte nach den beiden Auftaktrennen kaum Kratzer.

«Ich hoffe, dass es so weitergeht», sagt der Schweizer, der im vergangenen Jahr in Spielberg Fünfter wurde – sein bis dahin bestes Ergebnis in der DTM. «Auch ich mag den Red Bull Ring – ich kann es kaum erwarten, dort wieder in meinem RS 5 DTM zu sitzen.»

Den DTM-Streckenrekord in Spielberg hält seit dem Jahr 2014 Mike Rockenfeller (1.25,266 Minuten). Mit Mattias Ekström (Ellmau) und Timo Scheider (Lochau) leben zwei der acht Audi-Piloten in Österreich und betrachten den Red Bull Ring als eine Art Heimspiel.

«Erfahrungsgemäß ist der Red Bull Ring Garant für spannende DTM-Rennen», sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. «Da das Feld in diesem Jahr durch die Regeländerungen wie erwartet noch enger zusammengerückt ist, dürfen sich die Fans auf zwei interessante Renntage freuen. Ich persönlich hoffe, dass es nicht ganz so hektisch zugeht wie in Hockenheim...»

Der spektakuläre Saisonauftakt bescherte der DTM gute TV-Quoten und einen starken Marktanteil. Die ARD überträgt auch aus Österreich beide Rennen live – das erste Rennen am Samstag ab 17.35 Uhr und das zweite ab 15.10 Uhr. SPORT1 sendet am Abend jeweils eine einstündige Zusammenfassung.

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