Neue und alte Partnerschaften für 2027: Die Titelsponsoren der MotoGP-Werke
Im kommenden Jahr schüttet die MotoGP einen ganzen Eimer Neuerungen über der GP-Community aus. Weniger Bewegung gibt es dagegen beim Engagement der wichtigsten Geldgeber der Werke. Ein Überblick.
Die erste Halbzeit der MotoGP-Saison 2026 ist absolviert. Noch elf Events – dann endet die aktuelle Ära mit 1000er-Prototypen. Direkt im Anschluss an das Saisonfinale in Valencia werden die neuen 850er-Rennen in Stellung gebracht. Die Hubraumreduzierung, neue Aerodynamik-Vorschriften, das Verbot des Ride-Height-Device und der Wechsel auf Pirelli-Reifen bedeuten einen Technik-Neustart.
Passend zur großen MotoGP-Evolution ändert sich auch das Feld der Piloten. Nicht weniger als 16 der 22 Athleten werden beim Valencia-Test am 1. Dezember zu ihren neuen Teams marschieren. Stand heute verlassen fünf Fahrer das Fahrerlager – Binder, Vinales, Rins, Morbidelli und Miller –, vier Moto2-Aufsteiger und ein Superbiker (Bulega) stoßen dazu. Teams und Hersteller selbst bleiben dagegen unangetastet.
Stabilität herrscht zunächst auch in Sachen Partnerschaften. Die meisten der über Jahre gewachsenen Verbindungen zwischen den Herstellern und ihren Geldgebern bleiben unangetastet. Verlagerungen und Veränderungen gibt es trotzdem. Den größten Aufschwung erlebte zuletzt Aprilia. Das Projekt aus Noale steigerte sich vom Außenseiter zum Tabellenführer der Fahrer- und Marken-WM. Teilhaben am Erfolg will nun auch der US-Konzern Monster Energy. Wie bereits auf SPEEDEEEK.com berichtet wurde, wurde im Rahmen des letzten Italien-GP eine Vereinbarung verabschiedet, die Aprilia 2027 erstmals überhaupt mit einem Titelsponsor ausrücken lässt.
Zu Lasten dürfte das Engagement von Yamaha Racing gehen. Zwar wird die Kooperation mit Monster Energy auch über 2026 hinausgehen, das
Ohne Verschiebungen geht es bei Ducati Corse weiter. IT-Gigant Lenovo bleibt genauso als wichtigster Geldgeber an Bord wie auch hier Monster Energy – entgegen Gerüchten, Ducati plane im Nachgang der Motocross-Partnerschaft mit Red Bull in den USA auch einen Wechsel in der MotoGP-Struktur. Im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com bestätigte Rennsport-Direktor Mauro Grassilli: «Es ist ganz einfach – wir haben einen Vertrag, ein sehr positives Verhältnis und es ist zu 100 Prozent sicher, dass wir auch 2027 mit Monster antreten.»
Eindeutig ist die Situation auch im KTM-Lager. Was inoffiziell bereits lange feststand, wurde beim Deutschland-GP auf dem Sachsenring bestätigt. Unter dem Namen Red Bull KTM Factory Racing werden die neuen Fahrer Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio in den 850er-Wettbewerb einsteigen.
Sicher ist auch, dass Honda noch mindestens 2027 in den Farben von Castrol unterwegs ist. Per Definition ist Castrol nicht Titelsponsor, sondern, wie auch in der Namensgebung «Honda HRC Castrol», lediglich Hauptsponsor. Der letzte Geldgeber von Honda, der sich auch die Titelrechte sicherte, war der Mineralölkonzern Repsol. Die Verbindung endete 2024 – nach 30 Jahren.
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