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Clown-Zoff in der DTM: Gary Paffett findet's fair

Der Ton in der DTM ist rauer geworden. Das zeigte sich nicht nur beim Saisonauftakt in Hockenheim, sondern auch in Spielberg.

DTM

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Nach diversen Crashs und Kollision ließen die Fahrer ihrem Frust freien Lauf und beschimpften sich gegenseitig als Idiot, Arschloch oder verdammtes Arschloch.

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In Spielberg hatte dann Mattias Ekström mit seiner Clowns und Pappnasen-Kritik für Schlagzeilen gesorgt. Mittendrin war auch Gary Paffett, der in Hockenheim zunächst Ärger mit Ekström hatte, in Spielberg dann mit Timo Scheider, der den Briten mit einer grenzwertigen Aktion um einen Punkt gebracht hatte. Beide Male hatte auch Paffett anschließend deutlich gesagt, was er von beiden Aktionen hielt.

Man konnte insgesamt den Eindruck bekommen, dass sich im Umgang untereinander in der Tourenwagenserie in dieser Saison etwas geändert hat. "Die ersten beiden Rennwochenenden der Saison wurden schon immer sehr intensiv geführt. Es gibt viele Berührungen und ist einiges los. In diesem Jahr gehen die Fahrer vielleicht etwas offener damit in der Öffentlichkeit um" sagte der Brite.

Der Routinier war generell von der Art des Fahrens überrascht und auch enttäuscht. "Dann finde ich es den Fans gegenüber nur fair, wenn wir unsere Gefühlslage zum Ausdruck bringen", sagte der Brite.

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Das wird immer mehr auch über die sozialen Medien gemacht. Nach Spielberg lieferten sich Paffett, Scheider und Co. noch einen nicht ganz ernstgemeinten Zwist via Twitter. "Der Motorsport verändert sich und die Fans haben immer mehr Kontakt zu den Fahrern. Deshalb sollten wir Fahrer unseren Teil dazu beitragen und unsere Emotionen mit ihnen teilen", sagte Paffett.

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Es wird aber auch nicht alles einfach durch die Medien oder Twitter und Co. herausposaunt. Paffett ist immer noch ein Verfechter des Vier-Augen-Gesprächs. "Ich habe zum Beispiel in Spielberg direkt nach dem Rennen unter Männern mit Timo gesprochen. Aber wir alle sollten unsere Meinung viel öfter offen sagen."

Paffett hält auch nicht hinter dem Berg, was die Performance angeht. In Spielberg war der Mercedes-Auftritt desaströs, vor allem im Qualifying. Paffett selbst hatte wie schon in Hockenheim mit einer starken Aufholjagd beeindruckt, die wie erwähnt von Scheider gestoppt wurde. Was nimmt er sich für den Lausitzring vor?

"Mein Ziel ist es, zumindest meinen ersten Podestplatz in dieser Saison einzufahren", stellt Paffett klar: "Die Strecke selbst ist ziemlich einzigartig. Es ist der einzige Kurs im Rennkalender, auf dem wir einen Teil eines Ovals befahren. Die Strecke bietet viel Grip und entwickelt sich im Laufe des Wochenendes stark weiter. Ich mache dort nichts großartig anders als sonst, aber ich habe meinen Fahrstil im Laufe der Jahre sicher auf die Strecke eingeschossen."

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Was DTM-Fahrer so in ihrem Privatleben treiben, bekommt man eher selten mit. Paffett ist neuerdings Jugendtrainer im örtlichen Tennisverein, wo auch seine Kinder spielen. "Ich habe dem Verein bei einigen Wettkämpfen ausgeholfen und der Cheftrainer fragte mich, ob ich das Team nicht managen möchte. Da ich wegen meiner Kinder ohnehin bei den meisten Spielen bin, habe ich zugesagt. Das gibt mir die Gelegenheit, die Spiele zu organisieren und die Spieler auszuwählen. Es macht richtig viel Spaß, mit den Kids zusammen zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln."

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