Plan für 2017: Fährt die DTM nur noch mit 18 Autos?

Von Andreas Reiners
DTM
Fährt die DTM 2017 nur noch mit 18 Autos?

Fährt die DTM 2017 nur noch mit 18 Autos?

Die DTM denkt intensiv über eine Reduzierung des Fahrerfeldes für die neue Saison nach. 2017 sollen demnach möglicherweise nur noch sechs Autos pro Hersteller an den Start gehen.

Am sechsten Rennwochenende in Moskau hat sich SPEEDWEEK.com umgehört, was an den Gerüchten dran ist, dass die DTM 2017 mit einem reduzierten Fahrerfeld an den Start gehen will.

Fakt ist, dass die Idee bereits beim Saisonfinale 2015 in Hockenheim entstand. Damals saßen die Hersteller und die Vorstände zusammen, um darüber zu diskutieren, wie man die DTM neu aufstellen und attraktiver machen kann.

Aber vor allem auch erschwinglicher. Denn der Hauptgrund für die Reduzierung wären natürlich die Kosten. Zuletzt war erst die Einführung der neuen Turbomotoren von 2017 auf frühestens 2019 verschoben worden, auch aus Kostengründen.

Neben den Kosten für die Boliden würden BMW, Audi und Mercedes unter anderem auch den Aufwand für das Personal einsparen können. Denn nicht nur die Fahrer würden ihre Jobs in der DTM verlieren, sondern wohl auch mindestens ein komplettes Team pro Hersteller. Nach Informationen von SPEEDWEEK.com sprechen wir dabei von rund acht Millionen Euro, die bei einem Verzicht auf zwei Autos eingespart werden können.

Doch wie sicher ist es denn, dass die Idee auch tatsächlich in die Tat umgesetzt wird? Da gehen die Meinungen im Fahrerlager noch auseinander, endgültig beschlossen ist noch nichts. «Ich würde noch nicht sagen, dass es zu einhundert Prozent 18 Autos sind im nächsten Jahr. Auch wenn die Chancen gut stehen, dass es so kommt», sagte Mercedes’ DTM-Leiter Ulrich Fritz.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt ist da deutlich defensiver und unverbindlicher. Er bestätigt die Gespräche und die Idee, betont aber auch, dass es um das Gesamtpaket für 2017 gehe und eine Entscheidung noch nicht gefallen sei. Vielmehr will die Tourenwagenserie alle offenen Punkte für die neue Saison erst klären, bevor etwas verkündet wird. Und die Punkte seien noch nicht alle geklärt.

Der Hintergrund ist klar: Die Verantwortlichen wollen vermeiden, dass über ungelegte Eier wochenlang diskutiert wird und die Entscheidungsfindung von Negativ-Schlagzeilen begleitet wird. Dass die Idee mit den 18 Autos nun durchgesickert ist, kommt den Herstellern eher ungelegen. Schließlich kann es auch sein, dass alles beim Alten bleibt, auch wenn der aktuelle Eindruck diese Möglichkeit eher nicht bestätigt.

«Es drängt, dass wir das Paket zusammenstricken. Damit wir wissen, was wir im nächsten Jahr haben. Da müssen wir schauen, dass wir die ganzen Bausteine zusammenbringen», sagte Marquardt. Denn neben einer möglichen Reduzierung der Anzahl der Autos geht es unter anderem um das Technische und das Sportliche Reglement, die Reifen und den Kalender. Zahlreiche Baustellen, an denen seit Monaten intensiv gearbeitet wird. Arbeiten an der «neuen» DTM, die wohl auch noch einige Wochen in Anspruch nehmen werden.

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