Eisspeedway-GP

Eis-GP Togliatti: Alles sechs Russen an der Spitze

Von - 19.02.2018 09:56

Dmitry Khomitsevich konnte den zweiten Togliatti-GP gewinnen und den Siegeszug von Eisspeedway-Weltmeister Dmitry Koltakov stoppen. Hans Weber crashte spektakulär, Günther Bauer rehabilitierte sich.

Zunächst sah es im Endlauf des zweiten Russland-GP so aus, als würde Dmitry Koltakov seinen vierten Sieg in Serie einfahren können. Der WM-Leader gewann den Start, während Dmitry Khomitsevich und Daniil Ivanov um die weiteren Podiumsplätze stritten, im ersten Anlauf stürzte Dinar Valeev. Ende der dritten Kurve fuhr Koltakov zu weit raus, Khomitsevich sah seine Chance an der Innenlinie, nutzte sie und zog vorbei. Auch die Schlussattacke in der letzten Kurve half nichts, Khomitsevich holte seinen ersten Saisonsieg vor Koltakov und Ivanov. Trotz der Finalniederlage konnte der Weltmeister seine Führung weiter ausbauen, er hat schon beachtliche 16 Punkte Vorsprung.

Am Sonntag kostete Martin Haarahiltunen ein abgerissener Methanolschlauch die Semifinalteilnahme, was Ove Ledström zu Gute kam, der neben einem in der Form seines Lebens fahrenden Jan Klatovsky zweiter Nicht-Russe unter den ersten acht war.

Im letzten Durchgang kam es zu einem furchterregenden Sturz. Hans Weber kollidierte mit dem Strohballen, kam danach ins Straucheln und überschlug sich spektakulär. Wie durch ein Wunder schaffte er es aus eigener Kraft wieder ins Fahrerlager. Zorn verstand die Welt nicht mehr, als er vom Wiederholungslauf ausgeschlossen wurde. Vergebens suchte er am Motorrad Spuren von der Kollision. Durch die Disqualifikation wurde ihm die letzte Chance auf die Semifinalteilnahme genommen. Von den Starts her war Österreichs Eisspeedway-Star schon fast wieder der Alte, gegen die Blitzstarter Igor Kononov und Ivanov konnte er mithalten.

Bei Hans Weber fuhren alle Schutzengel mit, als er den Sturz vergleichsweise unbeschadet überstand. Es war nicht sein einziger Sturz, bereits zu Beginn des Rennens rutschte er weg und landete im Stroh. Ein weiterer Kontakt mit der Fussraste und dem Strohballen brachte die zweite Disqualifikation im Rennen. Es war nicht sein Wochenende, dennoch kann er froh sein, überhaupt in einem Stück nach Hause fahren zu können.

Um eine Kollision zu vermeiden, musste Harald Simon einmal ins Innenfeld ausweichen, was zur Disqualifikation führte. Sein lädiertes Knie war am zweiten Renntag ein noch größeres Hindernis. Nach der Schütteltherapie vom Vortag schwoll es weiter an und beeinträchtigte ihn noch mehr. Mit vier Zählern schaffte er es nicht ins Halbfinale.

Um Welten besser als am Vortag lief es für Günther Bauer. Die körperlichen Probleme bekam er in den Griff und auch die Starts klappten besser. Im dritten Lauf wechselte er das Motorrad: Wie sich im Nachhinein herausstellte, war am ersten Bike die Federung an der Gabel gebrochen, daher fehlte ihm jegliche Kontrolle in den ersten Läufen, das Bike fuhr dahin, wo er nicht wollte. Er bekam durch Disqualifikationen zwar auch Punkte geschenkt, mit fünf Punkten fuhr er sein bestes Saisonergebnis ein.

Am kommenden Wochenende macht der Eisspeedway-GP Pause. Am ersten März-Wochenende geht es in der deutschen Hauptstadt weiter, danach folgen noch die Rennen in Inzell und in Heerenveen.

Ergebnisse Eisspeedway-Grand-Prix 4, Togliatti/RUS:

1. Dmitry Khomitsevich (RUS) 16
2. Dmitry Koltakov (RUS) 19
3. Daniil Ivanov (RUS) 17
4. Dinar Valeev (RUS) 14
5. Igor Kononov (RUS) 12
6. Sergej Karachintsev (RUS) 11
7. Jan Klatovsky (CZ) 8
8. Ove Ledström (S) 7
9. Martin Haarahiltunen (S) 7
10. Günther Bauer (D) 5
11. Jimmy Olsen (S) 5
12. Franz Zorn (A) 5
13. Harald Simon (A) 4
14. Niclas Svensson (S) 3
15. Jasper Iwema (NL) 1
16. Hans Weber (D) 1
17. Alexander Kozyrev (RUS) 0

Stand nach 4 von 10 Rennen: 1. Koltakov, 80 Punkte. 2. Ivanov 64. 3. Khomitsevich 60. 4. Karachintsev 59. 5. Haarahiltunen 44. 6. Simon 26. 7. Ledström 24. 8. Kononov 22. 9. Valeev 21. 10. Zorn 21. 11. Olsen 21. 12. N. Svensson 21. 13. Andrej Shishegov (RUS), 17. 14. Klatovsky 15. 15. Weber 11. 16. Charly Ebner (A), 10. 17. Bauer 10. 18. Vladimir Cheblakov (KAZ), 7. 19. Stefan Svensson (S), 6. 20. Iwema, 5.

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