Hans Weber: Ungekrönter Sturz-König dieser WM-Saison

Von Rudi Hagen
Eisspeedway-GP
Hans «Eishans» Weber strapazierte einige Male die Nerven seines Teams

Hans «Eishans» Weber strapazierte einige Male die Nerven seines Teams

Hans Weber vom Wasserburger Ge-Racing-Team überstand in der gerade abgelaufenen Eisspeedway-WM einige spektakuläre Stürze. Am Ende lag er als bester Deutscher auf Rang 14.

Hans Weber hat seine dritte Eisspeedway-GP-Saison hinter sich. Nach Platz 12 im Jahr 2015 und Platz 14 2017 fuhr der Haushamer jetzt wiederum auf WM-Rang 14. Dabei hatte der «Eishans» einiges auszuhalten. Wäre der Titel «Sturz-König» zu vergeben, der Oberbayer wäre ein Kandidat dafür.

Nachdem Hans Weber die Qualifikation für den Eisspeedway-Grand-Prix 2018 mit Platz 5 bei der WM-Qualifikation in Schweden problemlos geschafft hatte, endeten die beiden Auftakt-Rennen in Kasachstan mit gleich zwei Besuchen im Krankenhaus. Einmal stand später ein arg lädiertes Außenband im Sprunggelenk, dann starke Prellungen im Nackenbereich in seiner Krankenakte.

Nur eine Woche später erwischte es Weber erneut. Bei der Team-WM im russischen Shadrinsk im Heat gegen die Gastgeber Russland berührte er am Kurvenausgang das Hinterrad von Günther Bauer und stürzte spektakulär. Sein Motorrad flog durch die Luft, er hinterher, um dann gute 100 Meter durchs Innenfeld zu rutschen. Er blieb dabei aber unverletzt.

Bei den beiden Grands Prix in Togliatti (RUS) machte Hans Weber gleich dreimal auf schwierigem Eis Bekanntschaft mit den Strohballen, davon einmal unverschuldet, nachdem der Niederländer Jasper Iwema vor ihm stürzte. Zweimal kam er zu weit nach außen, räumte dabei einen Strohballen ab und wurde als Abbruchverursacher disqualifiziert. Wenn er einen Lauf zu Ende fuhr, zeigte Weber aber durchaus gute Leistungen.

In Berlin fuhr Hans Weber stabil und lieferte solide Läufe ab. Später in Inzell gelang ihm am Sonntag, privat durch einen erfolgreichen Heiratsantrag beflügelt, sogar sein erster Laufsieg in einem GP und die beste Saisonleistung mit zehn Punkten.

Bei den beiden abschließenden Grands Prix im niederländischen Heerenveen zeigte Hans Weber dann wieder mal, was ein «harter Kerl» ist. Am Samstag knallte er nach sehr gutem Start gleich in seinem ersten Lauf eingangs der schwierigen Zielkurve in die Strohballen und musste danach wegen arger Bein- und Fußbeschwerden aufgeben.

Anderentags war der «Eishans» wieder am Start, machte in seinem vierten Lauf aber nochmals Bekanntschaft mit der Strohballen-Begrenzung, exakt an der gleichen Stelle wie am Vorabend. Bevor es dazu kam, hatte Weber in diesem Lauf aber eine super Leistung abgeliefert. Hinter dem führenden Daniil Ivanov (RUS) konnte er Platz 2 bis zum Sturz mit couragierter Linie gegenüber Niclas Svensson (S) verteidigen.

In seinem letzten WM-Lauf in dieser Saison fuhr Hans Weber dann noch einmal zwei Punkte ein. Hinter Weltmeister Dmitri Koltakov (RUS) behauptete er sich gegen Harald Simon (A) und den Schweden Ove Ledström.

Endstand Eisspeedway-WM 2018:

1. Dmitri Koltakov (RUS), 202 Punkte
2. Daniil Ivanov (RUS), 167
3. Dmitri Khomitsevich (RUS), 154
4. Martin Haarahiltunen (S), 115
5. Dinar Valeev (RUS), 98
6. Franz Zorn (A), 76
7. Harald Simon (A), 75
8. Sergej Karachintsev (RUS), 68
9. Niclas Svensson (S), 60
10. Jimmy Olsen (S), 58
11. Jan Klatovsky (CZ), 47
12. Stefan Svensson (S), 44
13. Ove Ledström (S), 44
14. Hans Weber (D), 39
15. Jasper Iwema (NL), 23
16. Igor Kononov (RUS), 22
17. Andrey Shishegov (RUS), 17
18. Günther Bauer (D), 15
19. Stefan Pletschacher (D), 11
20. Max Niedermaier (D), 10
21. Charly Ebner (A), 10
22. Vladimir Cheblakov (KAS)), 7
23. Bart Schaap (NL), 4
24. Simon Reitsma (NL), 1
25. Tobias Busch (D), 1
26. Nikita Toloknov (RUS), 0
27. Pavel Nekrassov (KAS), 0
28. Alexander Kozyrev (RUS), 0
29. Franz Mayerbüchler (D), 0
30. Jimmy Tuinstra (NL), 0

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