Almaty-GP: Daniil Ivanov unbesiegt, Zorn starker 5.

Von Jan Sievers
Eisspeedway-GP
Daniil Ivanov holte in Almaty maximale Punkte

Daniil Ivanov holte in Almaty maximale Punkte

Daniil Ivanov war im zweiten Eisspeedway-GP in Almaty unbezwingbar und gewann vor Dmtri Koltakov und Igor Kononov. Franz Zorn war wieder blendend aufgelegt und rückte den Russen auf die Pelle.

Am Sonntag war Daniil Ivanov im Medeo-Stadion in Almaty das Maß aller Dinge. Der Red-Bull-Pilot dominierte in den Vorläufen, im Semifinale und war auch im Finale von seinen Gegnern nur von hinten zu bewundern.

Der Endlauf musste zwei Mal gestartet werden. Während Ivanov sich schnell behaupten konnte, kämpften Dmtri Khomitsevich und Igor Kononov um den zweiten Platz. Khomitsevich lag eingangs der zweiten Kurve vorne, kam aber durch eine Rille scharf nach außen, wodurch Kononov der Platz ausging. Da Eisspeedway-Maschinen über keine Bremsen verfügen, blieb dem GP-Sieger vom Vortag nichts anderes übrig, als in den Strohballen zu landen. Khomitsevich wurde als Abbruchverursacher disqualifiziert.

Im Re-Run war es erneut Ivanov der seinen Gegnern keine Chance ließ. Kononov war zunächst Zweiter, doch es wurde deutlich, dass seine zweite Maschine nicht so stark wie lief wie das erste Motorrad, welches nach dem Crash nicht mehr fahrtauglich war.

Franz Zorn bleibt von den Nicht-Russen weiterhin der beste. Auch wenn er am zweiten Tag nicht so dicht vor dem Finaleinzug stand wie am Vortag und als Dritter im Semifinale ausschied, war er den Russen auf den Fersen. Eines seiner Highlights war sein dritter Lauf, als er Weltmeister Dmtri Koltakov niederrang.

Neben Zorn standen wie am Samstag Stefan Svensson und Manfred Seifter im Halbfinale. Derselbe Lauf in dem Zorn sich gegen Ivanov und Koltakov duellierte, wurde dem jungen Österreicher zum Verhängnis. Seifter lag vor Koltakov, bis ihn eine Rille eingangs der Geraden aushebelte und er zu Fall kam. Koltakov konnte nicht ausweichen und landete auch auf dem Eis. Während der Weltmeister halbwegs unbeschadet davonkam, erwischte es Seifter hart. Er verdrehte sich das Knie, konnte kaum noch laufen, aber ging dennoch in den weiteren Rennen an den Start. Durch die starke Einschränkung konnte er jedoch nicht mehr viel ausrichten.

Günther Bauer konnte seine Leistungssteigerung im Verlaufe des Rennens vom Vortag fortsetzen. Nur knapp scheiterte der Bayer an der Halbfinal-Qualifikation. Im letzten Lauf traf er auf den punktgleichen Stefan Svensson, den er im direkten Duell schlagen musste, um sich für die Rennen der besten acht zu qualifizieren. Eingangs der zweiten Runde hebelte es ihn in der Kurve aus und es sah zunächst so aus, als wenn er in den Strohballen landen würde. Bauer blieb sitzen, setzte zum Endspurt an und konnte noch an Jegor Myshkovets ranfahren.

Für Max Niedermaier lief es am zweiten Tag etwas besser, jedoch sprang nur ein Punkt mehr dabei heraus.



Im Kampf um die Weltmeisterschaft bleibt es spannend. Koltakov konnte in Kasachstan seine Führung behaupten, seine Verfolger rücken ihm aber näher. Am meisten Boden gutmachen konnte Daniil Ivanov. Der zweifache Weltmeister liegt nun punktgleich mit Kononov auf dem zweiten Platz. Nur noch vier Punkte vom Führenden entfernt.



In zwei Wochen geht der Eisspeedway-Grand-Prix in Berlin mit Runde 5 und 6 weiter.

Ergebnisse Eisspeedway-GP Almtay/KAZ:


1. Daniil Ivanov (RUS) 21 Punkte

2. Dmtri Koltakov (RUS) 16

3. Igor Kononov (RUS) 18

4. Dmtri Khomitsevich (RUS) 14
5. Franz Zorn (A) 13

6. Jegor Myshkovets (RUS) 10

7. Stefan Svensson (S) 8

8. Manfred Seifter (A) 7

9. Daniel Henderson (S) 6

10. Günther Bauer (D) 6

11. Niclas Svensson (S) 6

12. Ove Ledström (S) 5

13. Max Niedermaier (D) 3

14. Jan Klatovsky (CZ) 2

15. Vladimir Cheblakov (KAZ) 1

16. Antti Aakko (FIN) 1

17. Pavel Nekrasov (KAZ) 1

WM-Stand nach 4 von 10 Rennen:


1. Koltakov, 69 Punkte. 2. Ivanov 65. 3. Kononov 65. 4. Khomitsevich 60. 5. Myshkovets, 49. 6. Zorn 40. 7. Nikolai Krasnikov (RUS), 33. 8. S. Svensson 29. 9. Ledström 29. 10. Seifter 28. 11. Bauer 20. 12. Hendersson 17. 12. N. Svensson 17. 14. Klatovsky 10. 15. Aakko 8. 16. Niedermaier, 5. 17. Stefan Pletschacher (D) 4.

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