Honda Endurance: Enttäuschendes Ergebnis in Suzuka

Von Helmut Ohner
Endurance-WM
Es gab bei Honda Endurance einiges zu besprechen

Es gab bei Honda Endurance einiges zu besprechen

Ein Sturz und dessen Nachwirkungen kosteten dem Honda Endurance Racing Team beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka viel Zeit. Mehr als der 43. Rang war für Julian Da Costa, Sébastien Gimbert und Freddy Foray nicht möglich..

Nach dem Rennen auf dem Slovakia Ring, bei dem Julian Da Costa, Sébastien Gimbert und Freddy Foray mit dem neuen Modell der neuen CBR1000RR Fireblade SP2 zum ersten Mal ohne technische Probleme über die Distanz gekommen und auf den dritten Platz gerast waren, erhoffte sich das Honda Endurance Racing Team auch für das Finale der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Japan, einigermaßen gut abzuschneiden.

Doch die 40. Auflage des prestigeträchtigen Acht-Stunden-Rennens in Suzuka verlief gar nicht nach dem Geschmack der britischen Teams. Schon im Training konnten sich die drei französischen Fahrer nicht mit Ruhm bekleckern. Mit gerade einmal einer halben Sekunde Vorsprung auf das Privatteam von Bolliger Switzerland konnte sich die Honda-Mannschaft für den 26. Platz in der Startaufstellung qualifizieren.

Foray startete gut ins Rennen und konnte sich rasch auf den 19. Rang verbessern. Pech hatte das Team beim ersten Boxenstopp. Da Costa musste am Ende der Boxengasse warten bis das Safety Car, das wegen eines schweren Sturzes von Raffaele de Rosa auf die Strecke gegangen war, vorbeikam. Nach der Safety-Car-Phase fabrizierte Da Costa beim Versuch die verlorene Zeit gutzumachen einen brutalen Highsider.

Er schaffte es noch zurück an die Box und die Mechaniker-Crew konnte das beschädigte Motorrad in wenigen Minuten wieder einsatzfähig zu machen, doch für Da Costa war das Rennen zu Ende. Nach der Untersuchung im Medical Center wurde er von den Ärzten als «unfit» erklärt, weil er wegen starker Schmerzen kaum aufrecht stehen und sein in Mitleidenschaft gezogenes linkes Bein nicht belasten konnte.

Auf den 53. Platz zurückgefallen starteten Gimbert und Foray eine Aufholjagd, die sie rasch wieder an die 41. Stelle brachte. Doch als Nachwirkung des Sturzes ihres Teamkollegen musste man noch zweimal zu außerplanmäßigen Stopps an die Box. Beim ersten Mal musste der vordere Scheinwerfer getauscht werden, beim zweiten Mal mit einem technischen Defekt, dessen Behebung über 20 Minuten benötigte.

Aufgeben war für das Honda Endurance Racing Team trotzdem keine Option. Foray und Gimbert kämpften sich bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit durch und beendeten das Rennen nach 193 Runden an der 43. Stelle. Damit blieb die Truppe rund um Teammanager Jonny Twelvetrees zwar punktelos, in der Endabrechnung reichten die davor eingeheimsten Zähler zum 13. Platz in der Endurance-Weltmeisterschaft 2016/2017.

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