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Sieg Nr. 9 für Philippe, Premiere für Teammanager

Von Helmut Ohner
Der Sieg beim Bol d’Or ging etwas überraschend an Suzuki Endurance. Während es für Vincent Philippe der neunte Erfolg beim Langstreckenklassiker war, feierte Damien Saulnier als neuer Teamchef einen Einstand nach Maß.

Nach dem Rennverlauf am Sonntagmorgen konnte man nicht unbedingt von einem Erfolg von Suzuki Endurance (SERT) ausgehen. Zu überlegen präsentierten sich YART Yamaha mit Loris Baz, Marvin Fritz und Niccolò Canepa sowie F.C.C. TSR Honda France mit Josh Hook, Freddy Foray und Mike di Meglio, die sich an der Spitze des Feldes ablösten.

Durch den Motorschaden von F.C.C. TSR Honda France und den dadurch ausgelösten Stürzen von YART Yamaha und Webike SRC Kawasaki France fand sich Suzuki Endurance plötzlich in Führung, die sie im Laufe des Rennens nur noch einmal kurz aus der Hand geben musste. Am Sonntag um 15.00 Uhr durfte Damien Saulnier, für den es nach dem Rückzug von Dominique Méliand das erste Rennen als Teammanager beim 15-fachen Weltmeister war, den Sieg beim seit 1922 ausgetragenen Langstreckenklassiker bejubeln.

Für Langstrecken-Urgestein Philippe war es sogar bereits der neunte Triumph beim Bol d’Or. 2004 durfte er damals neben seinen Teamkollegen Keiichi Kitagawa und Matthieu Lagrive aufs Podium steigen. Das flotte Trio konnte im Jahr darauf den Erfolg wiederholen. Auch 2006, 2008 bis 2011 und 2016 gehörte der mittlerweile 41-jährige Franzose zur siegreichen Mannschaft.

«Es hat mich sehr gefreut, dass mir Damien erlaubt hat, unser Motorrad über die Ziellinie zu bringen. Dementsprechend konzentriert bin ich in den letzten Runden gefahren», vergaß Philippe nicht, sich bei seinem neuen Teammanager, der mit der «Anthony Delhalle EWC Spirit Trophy» ausgezeichnet wurde, zu bedanken. «Ich möchte mich aber auch bei der gesamten Mannschaft für ihre harte Arbeit und die ständigen Verbesserungen danken. Aber ich werde die frühere Mannschaft nicht vergessen, ohne die wir heute nicht hier wären.»

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