FIA WEC

Gut: Stabilität bei der Einstufung in der GTE-Klasse

Von - 01.12.2019 07:44

Die Regelhüter der Sportwagen-WM (FIA WEC) werden derzeit von vielen Seiten heftig für das Erfolgshandicap in der LMP1-Kategorie kritisiert. Bei den GTE-Fahrzeugen läuft die Einstufung 2019/20 um einiges besser.

Die LMP1-Klasse der FIA WEC ist derzeit zu einem (fast schon) unwürdigen Schauspiel verkommen. Mit immensen Eingriffen in die Performance der Fahrzeuge entstehen künstliche Rennen, die teilweise nur noch sehr schwer als Sport bezeichnet werden können. Anders sieht es in der GTE-Kategorie aus. Dort machen die Regelhüter einen richtig guten Job. Das beweist der Blick auf die diversen BoP-Tabellen (Balance of Performance) seit dem Saisonbeginn in Silverstone.

Tatsächlich wurde an der Einstufung des Porsche 911 RSR und des Ferrari 488 GTE Evo während der Rennsaison noch gar nicht Hand angelegt. Bedeutet im Klartext: Beide Fahrzeuge fuhren in Silverstone, Fuji und Shanghai mit den exakt selben BoP-Werten. Und auch beim anstehenden Rennen in Bahrain (14. Dezember), wird dies so beibehalten. Die Tatsache ist umso erstaunlicher, weil Porsche zur Saison 2019/20 ja ein komplett neues Auto an den Start gebracht hat. Da fehlten den Regelhütern vor der Saison natürlich mächtig Daten, um überhaupt eine Einstufung zu erstellen. Und trotz dieser Schwierigkeit ist es gelungen, eine passende BoP zu finden. Auf der anderen Seite beweist dies aber auch, wie offen Porsche im Vorfeld der Saison mit den WEC-Technikern zusammen gearbeitet hatte.

Lediglich an der Einstufung des Aston Martin Vantage AMR gab es während der Saison 2019/20 bislang Änderungen. Doch auch diese sind als absolut minimal zu bezeichnen. Motorleistung (über den Ladedruck) und das Mindestgewicht wurden noch überhaupt nicht angepasst. Nur beim Tankvolumen musste der britische Hersteller einige Reduzierungen in Kauf nehmen. So durften die Vantage AMR in Silverstone und Fuji noch mit 99 Litern antreten. Für Shanghai wurde auf 98 Liter reduziert. Auch für das anstehende Rennen in Bahrain hat die Technikabteilung der WEC das Tankvolumen nochmals um einen Liter verkleinert, sodass es nun bei 97 Litern liegt.

Nochmals zusammengefasst: Drei Rennwagen (zwei mit Turbo und einer mit Saugmotor), vier Rennveranstaltungen und nur zwei Anpassungen von jeweils einem Liter beim Tankvolumen des Aston Martin. Respekt. Zumal tatsächlich auch sehr spannende Rennen in der GTE-Pro-Klasse geboten wurden, in denen alle drei Marken siegfähig waren. In der Qualifikation von Shanghai lagen Porsche, Aston Martin und Ferrari allesamt auch innerhalb von 0,108 Sekunden. So macht Motorsport Spaß.

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Der Aston Martin Vantage AMR hat nun ein Tankvolumen von 97 Litern © LAT Der Aston Martin Vantage AMR hat nun ein Tankvolumen von 97 Litern
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4h Shanghai 2019, dritter Lauf der Sportwagen-WM

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