WEC Bahrain: Audi besiegt die Hitze

Von Oliver Müller
FIA WEC
Der #1 Audi fuhr fehlerfrei zum Sieg

Der #1 Audi fuhr fehlerfrei zum Sieg

Lotterer/Fässler/Tréluyer gewinnen das Rennen vor den Teamkollegen. Ferrari triumphiert bei den GT.

Es war eine Hitzeschlacht sondergleichen, die sich in der Wüste von Bahrain abgespielt hat. Bis zu 40 Grad Celsius an Lauftemperatur setzten Mensch und Maschine einer grossen Belastung aus.

Am Ende der Strapazen siegte nach sechs Stunden Rennzeit der Audi von Andre Lotterer, Marcel Fässler und Benoît Tréluyer mit Rundenvorsprung auf den Schwesterwagen von Allan McNish und Tom Kristensen. Die Entscheidung um den Tagessieg fiel schon vor der Rennhalbzeit, als der Toyota von Alexander Wurz und Nicolas Lapierre in der Box über vier Runden einbüsste. Am TS030 machte die Startnummernbeleuchtung schlapp, so dass die Rennleitung eine Reparatur forderte. Bis zu diesem Zeitpunkt kämpften Audi und Toyota hart um die Siegeslorbeeren.

Da der Wagen der Altmeister McNish und Kristensen über das Rennen ebenfalls mit kleineren technischen Problemen zu kämpfen hatte (insbesondere die Scheinwerfer quittierten ab und zu ihren Dienst), gewann letztendlich der Wagen des aktuellen Le Mans Sieger Trios. «Das Rennen ist etwas in unsere Richtung gelaufen, denn der Toyota und leider auch unsere Teamkollegen hatten verschiedene Probleme.», so Marcel Fässler nach dem Rennen.

Zwar versuchte das Toyota Duo nach absolvierter Reparatur der Startnummer noch gehörig Dampf zu machen, doch gut anderthalb Stunden vor Rennende kollidierte Nicolas Lapierre mit einem anderen LMP1 und musste in Folge dessen das Rennen aufgeben.

Auch in der Wertung der privaten LMP1 entschied die Startnummernbeleuchtung das Rennen. Neel Jani und Nicolas Prost im Lola-Toyota waren eigentlich das Gespann, das es zu schlagen galt. Doch auch die beiden Rebellion-Piloten mussten ihre ausgefallene Startnummer wieder zum funktionieren bringen lassen, so dass letztendlich der HPD von Leventis/Watts/Kane (Strakka Racing) die Wertung für sich entschied.

In der LMP2 gewann Pierre Kaffer mit seinen Teamkollegen Minassian und Pérez Companc den Lauf, nach einem kurzweiligen Duell mit dem HPD von Sarrazin, Potolicchio und Kimber-Smith. Nachdem an deren Wagen jedoch der Anlasser kurzzeitig seinen Dienst quittiere, war der Weg für den Oreca-Nissan um Kaffer frei.

Der GTE-Triumph ging erneut an Ferrari. Giancarlo Fisichella und Toni Vilander (AF Corse) gewannen vor dem Aston Martin von Stefan Mücke und Darren Turner. Eigentlich war der Aston an diesem Wochenende das Auto, welches es zu schlagen galt, doch sowohl ein kleiner Defekt am Schalldämpfer als auch etwas Rennpech mit dem Safety-Car verhinderten den Sieg. Das Porsche Duo Marc Lieb und Richard Lietz im 911 GT3 RSR (Team Felbermayr-Proton) kämpfte wacker und konnte das Podium als Dritter komplettieren.

In der GTE-AM konnte Porsche dagegen den Klassensieg nach Zuffenhausen holen. Christian Ried, Gianluca Roda, Paolo Ruberti (ebenfalls Team Felbermayr-Proton) fuhren ein fehlerfreies Rennen und siegten souverän.

Bereits in zwei Wochen gastiert die Langstrecken-WM im japanische Fuji. Beim Heimrennen von Toyota werden die Japaner alles geben, um vor lokaler Kulisse den Sieg einzufahren.

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