6 Stunden Austin: Zwei Porsche in Startreihe eins

Von Oliver Müller
FIA WEC
Er war der schnellste Mann in Austin: Porsche-Pilot Neel Jani

Er war der schnellste Mann in Austin: Porsche-Pilot Neel Jani

Doppel-Pole für die beiden Porsche 919 Hybrid beim fünften Lauf zur Sportwagen-WM (FIA WEC) in Austin/USA. Reihe zwei geht an die beiden Audi R18 e-tron quattro vor den Toyota. Aston Martin schnellster GTE-Wagen.

Die Qualifikation für das 6-Stunden-Rennen im texanischen Austin war eine Sache für Porsche. Beide 919 Hybrid werden den fünften Lauf zur FIA WEC aus der ersten Startreihe in Angriff nehmen. Für die Startaufstellung zählt in der WEC die Durchschnittszeit der jeweils schnellsten Runde zweier Fahrer. Den besten Wert schafften Neel Jani und Marc Lieb, die sich den Wagen mit Romain Dumas teilen, mit 1:46,211 Minuten. Dicht gefolgt vom zweiten Porsche, wo Timo Bernhard und Brendon Hartley einen Durchschnitt von 1:46,375 Minuten fuhren. «Im ersten Anlauf hatte ich ein Problem mit der Roten Flagge und ausbleibendem Boost. Trotzdem musste ich meine erste Runde so schnell wie möglich absolvieren. Für Marc haben wir das Problem gelöst. Dann bin ich nochmal raus, da uns der Audi zu nah gekommen ist. Dass es trotz der gebrauchten Reifen noch zur Poleposition reichte, damit hätte ich nicht gerechnet.», freute sich Jani über die Pole-Position.

An Janis Fahrzeug streikte zunächst das Hybrid-System, so dass er nachdem Teamkollege Lieb im Wagen war, nochmals ins Lenkrad griff, um seine Zeit zu verbessern. «Heute haben wir es selber spannend gemacht. Aufgrund eines Sensorproblems auf der Hybridseite stand Neel Jani auf seiner ersten Runde nicht die volle Systemleistung zur Verfügung», erklärte Teamchef Andreas Seidl die Aktion. Durch das Ergebnis schriebt Porsche eine einzigartige Serie fort. Schon seit Saisonbeginn okkupieren die Weissacher in jedem Rennen die erste Startreihe. Ausserdem ist es die achte Pole-Position in Folge in der FIA WEC für die Truppe rund um Fritz Enzinger. Letztmals stand 2014 in Fuji mit Toyota ein anderer Hersteller vorne.

Die Plätze drei und vier gingen an die beiden Audi R18 e-tron quattro. Loic Duval und Oliver Jarvis erreichten eine Rundenzeit von 1:47,538 Minuten. André Lotterer fuhr mit Teamkollege Benoît Tréluyer im Schnitt eine Zeit von 1:47,898 Minuten. Es folgten die Toyota TS040 Hybrid, die aus der dritten Startreihe ins Rennen gehen werden. Der Wagen gefahren von Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, war dabei geringfügig schneller als das Schwesterauto und erzielte mit einer Zeit von 1:48,990 Minuten den fünften Startplatz. Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway qualifizierten sich mit 1:49,176 Minuten für Startposition sechs. «Wir stehen so in etwa da, wo wir es erwartet hatten. Ich denke aber, dass der Rückstand morgen kleiner sein wird, weil wir uns voll und ganz auf die Rennabstimmung konzentriert haben. Wir werden unser bestes geben und versuchen aus der Situation so viel wie möglich zu lernen», meinte Pilot Sébastien Buemi, der sich in der Qualifikation mit Kazuki Nakajima abwechselte, am Ende.

Bekanntes Spiel auch bei den privaten LMP1: Hier gehen die beiden Rebellion R-One vor dem CLM ins Rennen. Nick Heidfeld und Mathias Beche waren mit 1:53,950 Minuten die schnellsten. Bemerkenswert: Heidfeld schaffte mit 300,8 km/h den höchsten Top-Speed das ganzen Wochenendes aller LMP1-Wagen.

In der GTE-Pro-Klasse wird ein Aston Martin von vorn ins Rennen gehen. Fernando Rees und Richie Stanaway waren mit 2:05.872 Minuten 0,262 Sekunden schneller unterwegs als Michael Christensen und Richard Lietz im Porsche. Platz drei ging an Darren Turner und Jonny Adam in einem weiteren Aston Martin Vantage. «Wir sind die gleiche Strategie gefahren wie am Nürburgring, haben nur einen statt wie üblich zwei neue Reifensätze verwendet. Im Rennen haben wir also noch einen zusätzlichen frischen Satz zur Verfügung. So gesehen ist der zweite Platz ein hervorragendes Ergebnis», erklärte Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser das Resultat. Überraschung in der GTE-Am-Wertung: Hier holte Hollywood-Star Patrick Dempsey seine erste Pole-Position in der FIA WEC. Er fährt einen Porsche 911 RSR mit Werksfahrer Patrick Long und Marco Seefried.

Das 6-Stunden-Rennen beginnt um 0:00 Uhr unserer Zeit in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Eurosport überträgt das gesamte Rennen sowie die Siegerehrung live.

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