Kevin Magnussen darf den Porsche Prototypen testen

Von Oliver Müller
FIA WEC
Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen (li.) mit seinem Vater dem Corvette-Piloten Jan Magnussen (re.)

Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen (li.) mit seinem Vater dem Corvette-Piloten Jan Magnussen (re.)

Neben dem ehemaligen Formel-1-Fahrer erhalten auch Mitch Evans und Oliver Turvey die Chance, sich im Porsche 919 Hybrid aus der FIA WEC zu präsentieren. Für 2016 hat Porsche noch einen Fahrerplatz zu vergeben.

Porsche setzt in seinem LMP1-Werksteam weiter auf junge Piloten. Nachdem die Mannschaft um Fritz Enzinger bereits mit Brendon Hartley und Le-Mans-Sieger Earl Bamber gute Erfahrungen mit Youngstern gemacht hatte, steht nun die nächste Generation vor der Tür. Beim kommenden Test des 919 Hybrid am 10. und 11. November im spanischen Barcelona wird Ex-Formel-1-Fahrer Kevin Magnussen hinter dem Steuer des über 1000 PS starken Rennwagen sitzen. Neben Magnussen werden auch Mitch Evans und Oliver Turvey eine Ausfahrt im Porsche LMP1 erhalten. «Wir haben entschieden, drei jungen Fahrern die Chance zu geben, den Porsche 919 Hybrid zu testen», erklärt Teamchef Andreas Seidl.

«Die Anpassung der Sitzschale und die Vorbereitung im Simulator fanden bereits statt. Wir freuen uns auf den Test und schauen, was die Zukunft bringen wird», so Seidl weiter. Stattgefunden haben diese Massnahmen letzte Woche im Porsche Entwicklungszentrum in Weissach, wo auch das LMP1-Team mit über 230 Mitarbeitern beheimatet ist. Neben den drei Youngstern hatte auch Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya daran teilgenommen.

Während Magnussen und Turvey zunächst nur für den Test in Barcelona vorgesehen sind, wird Mitch Evans auch beim FIA-WEC-Rookie-Test am 22. November in Bahrain den 919 Hybrid bewegen. Grundsätzlich dürfen sich alle drei Hoffnungen auf Renneinsätze machen. Denn bei Porsche ist es bereits ausgemachte Sache, dass auch im nächsten Jahr wieder drei LMP1-Renner beim 24 Stunden Rennen von Le Mans (und somit auch beim 6 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps als Vorbereitung) teilnehmen werden.

Da es im kommenden Jahr wohl aber zu einer Terminkollision zwischen Le Mans (18./19. Juni) und dem Formel-1-Rennen in Baku/Aserbaidschan kommen wird, könnte F1-Pilot Nico Hülkenberg seinen Le-Mans-Sieg mit Porsche aus diesem Jahr nicht verteidigen. Somit wäre im Wagen der übrigen beiden LM-Gewinner (Earl Bamber und Nick Tandy) noch ein Platz frei.

Für Kevin Magnussen könnte es somit zu einem Zusammentreffen mit seinem Vater Jan kommen. Magnussen Senior, der ebenfalls schon in der Formel 1 unterwegs war, ist aktuell Werksfahrer für Corvette in der seriennahen GTE-Pro-Kategorie, die ebenfalls in Le Mans mit dabei ist.

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